Martin & Dinkhauser als "Rebellenteam"? Beide interessiert an gemeinsamen Projekt
- Orientierungsgespräche in Tiroler Landeshauptstadt
- Dinkhauser kritisiert "demokratiepolitisches Vakuum"

"Das Interesse ist beiderseits da, mit einer gemeinsamen Liste für Österreich anzutreten", hat der Tiroler ÖVP-Rebell Fritz Dinkhauser nach seinem "Orientierungsgespräch" mit dem fraktionslosen EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin in Innsbruck der APA gesagt. Das entstandene demokratiepolitische Vakuum müsse ein Ende haben. Als "befruchtend, aufschlussreich und spannend" nannte auch Martin das Zusammentreffen: "Wir brauchen ein gerechtes Österreich."
Man benötige ein "neues Projekt" für Österreich, welches bisher den Wählern nicht angeboten worden sei, forderte der gebürtige Vorarlberger: "Eine wirkliche Demokratisierung." "Wir haben noch nichts entschieden", sagte Martin im APA-Gespräch, "wichtig war, dass wir in den entscheidenden Fragen inhaltlich übereingestimmt haben." Es seien viele Menschen an ihn und Dinkhauser herangetreten und deshalb wachse die Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung.
"Sauberes und Geradliniges"
"Mit Martins Internationalität und seiner Erfahrung aus der Vergangenheit würden wir als 'tolles' Team profitieren", zeigte sich Dinkhauser überzeugt. In Österreich bestehe die Notwendigkeit für etwas "Sauberes und Geradliniges", man benötige eine "Liste mit Werten". Jetzt müsse über das Besprochene nachgedacht werden. Ein weiteres Treffen für Mitte nächster Woche war schon fixiert worden.
Der ÖVP-Dissident Dinkhauser hatte mit der Kandidatur seiner eigenen "Liste Fritz Dinkhauser" bei der Landtagswahl in Tirol am 8. Juni aus dem Stand 18,3 Prozent erreicht. In Bezug auf die kommenden Nationalratswahlen sei nicht er "der Rufer gewesen, er sei gerufen worden". Der Tiroler spielte dabei auf die schon geführten Gespräche in Wien, Ober- und Niederösterreich und im Burgenland an.
(apa/red)
