Freitag, 11. Juli 2008

Missethon erwartet harten Wahlkampf: Momentane Umfragen allerdings irrelevant

  • Wahlkampfbudget der ÖVP beträgt bis zu 8,5 Mio. €
  • Offizieller Wahlkampfauftakt erst Anfang September

ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon erwartet einen "kurzen, aber harten Wahlkampf". Ihren offiziellen Wahlkampfauftakt hat die Volkspartei mit Anfang September relativ spät angesetzt, erste Plakate soll es aber schon Mitte August geben. Der von der SPÖ präsentierten Umfrage, wonach die ÖVP acht Prozentpunkte in Führung liegt, schenkt Missethon keinen Glauben: Die Kanzlerpartei wolle sich nur "runterschreiben", um dann von einem Aufholprozess sprechen zu können.

Zwar liegt die ÖVP auch in ihren eigenen Umfragen in Führung, kommt derzeit auf etwa 33, die SPÖ auf 28 Prozent. Aber, so der VP-Generalsekretär: "Alles, was jetzt an Umfragen da ist, ist irrelevant, weil sich über den Sommer viel ändern kann."

Missethon will im Wahlkampf vor allem auf die Themen Teuerung, Arbeitsplätze, Sicherheit/Kriminalität und Pflege setzen. Dass die SPÖ von ihrer neuen EU-Linie profitieren wird, glaubt er nicht und verweist darauf, dass das Lob der "Kronen Zeitung" den Sozialdemokraten bisher keine besseren Umfrageergebnisse beschert hat.

Wahlkampfbudget von bis zu 8,5 Millionen Euro
Ihr Wahlkampfbudget beziffert die ÖVP mit einem einstelligen Millionenbetrag, ausgegangen wird von 8 bis 8,5 Mio. Euro. Allfällige eigene Beiträge der Bundesländer sind darin allerdings nicht eingerechnet. Gleitet wird die Kampagne von Missethon, einen zusätzlichen Wahlkampfmanager will die Partei am Montag vorstellen. Abwickeln will die Volkspartei ihre Kampagne über die Agentur Markus Gull.

Den internen Nominierungsprozess für die Landes-Wahllisten will die ÖVP bis zum 22. August abschließen, die Bundesliste soll bis Anfang September stehen. Missethon rechnet übrigens damit, dass alle Minister an wählbarer Stelle kandidieren, so fern sie das anstreben - auch Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky.

(apa/red)

11.7.2008 10:09