Grüne Suche nach Quereinsteigern: Van der
Bellen & Glawischnig weiterhin an der Spitze
- NEWS: Wahlausgang bestimmt politisches Überleben
- Eva Glawischnig: "Uns steht ein harter Kampf bevor"

·Grün auch politisch Farbe der Hoffnung
Umfrage: news.at-Leser wollen Grüne in Koalition
·Für Grüne Koalition mit Van Staa möglich
"Wir können nichts ein- und nichts ausschließen"
Sie haben es zwar irgendwie geahnt. Dennoch wurden die Grünen von den schnellen Neuwahlen überrascht. Man habe erst mit dem Platzen der Koalition im Herbst gerechnet, erzählt ein Grüner. Um für den vermeintlichen Wahlkampf in einigen Monaten gerüstet zu sein, wurde auch vergangenes Wochenende eine Strategie-Klausur einberufen - ein glücklicher Zufall, wie sich mittlerweile herausstellte.
Denn gehandelt werden muss bei den Grünen nun sehr rasch. Das angepeilte Wahlziel rückt täglich weiter in die Ferne: Während die FPÖ in den Umfragen bereits jenseits der 20 Prozent liegt, kommen die Grünen einfach nicht vom Fleck. Trotzdem gibt sich Vizechefin Eva Glawischnig kämpferisch: "Wir wollen Platz drei verteidigen. Die FPÖ profitiert derzeit zwar offenbar von der SPÖ-Schwäche. Das wird wohl nicht so bleiben, aber dennoch steht uns ein harter Kampf bevor."
Manko: qualifizierte Menschen mit interessanten Ideen
Was werden die Grünen also tun, um vielleicht doch noch aufzuholen? "Die Partei braucht eine Erneuerung", analysiert die Unternehmerin und Ex-Grün-Politikerin Monika Langthaler. "Es fehlen qualifizierte Menschen mit interessanten Ideen." Und tatsächlich, nachdem der innerparteiliche Druck immer größer wurde, ist nun in den kommenden Wochen eine personelle Erneuerung geplant.
Zwei bis drei Quereinsteiger
Die Spitze mit Alexander Van der Bellen und Eva Glawischnig wird so knapp vor der Wahl wohl nicht mehr ausgetauscht. Vielmehr hängt ihr politisches Überleben vom Wahlausgang selbst ab. Allerdings wird so mancher lang gediente Parlamentarier diesmal keinen Listenplatz mehr ergattern. "Es sind nicht alle Abgeordneten berühmt geworden, und daran sind weder Medien noch die Partei schuld", kommentiert EU-Abgeordneter Johannes Voggenhuber den geplanten Parlamentarier-Austausch.
Rasches Handeln gefragt
"Wir haben geplant, über den Sommer Leute zu finden, das müssen wir jetzt schneller erledigen", sagt Vizechefin Maria Vassilakou zur Suche. Etwas Zeit bleibt den Grünen noch - über die Kandidatenliste soll voraussichtlich erst Ende August bei einem außerordentlichen Bundeskongress abgestimmt werden. Gesucht werden jedenfalls "zwei bis drei Personen", die für bestimmte "Signalfelder" stehen. Konkret wollen die Grünen jemanden mit Migrationshintergrund und einen Unternehmer ins Parlament holen.
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