Mittwoch, 9. Juli 2008

Zahl der Nichtwähler stieg auf Rekordhoch: Bei Wahlgang 2006 schon bei 21,52 Prozent

  • Seit 1949 fast um das Siebenfache gestiegen
  • Platz 3 für Gruppe der Nichtwähler im Jahr 2002

Die Zahl der Nichtwähler hat bei den Nationalratswahlen 2006 mit 1,314.116 Personen oder 21,52 Prozent aller Wahlberechtigten einen absoluten Rekordwert erreicht. Seit 1949 - damals gab es mit nur 3,22 Prozent die geringste Zahl an Nichtwählern - ist dieser Anteil damit fast um das Siebenfache gestiegen. Würde man die Nichtwähler als eine Partei wie die anderen betrachten, hätte diese Gruppe beim Urnengang 2006 unangefochten den dritten Platz erreicht. Damals war die SPÖ auf 35,3 Prozent gekommen, die ÖVP auf 34,3 Prozent, die Grünen auf 11,1, die FPÖ auf 11,0 und das BZÖ auf 4,1 Prozent.

Platz drei hätte die Gruppe der Nichtwähler aber auch schon 2002 mit damals 15,73 Prozent der Wahlberechtigten erreicht sowie in den Jahren 1966 bis 1983. Damals war die FPÖ aber im Vergleich zum Höhenflug von 1986 bis 1999 relativ schwach.

(apa/red)

9.7.2008 11:34