Stadt Salzburg am radfahrfreundlichsten:
Auch Vorarlberg zum "Radlerland" gekürt
- 2.000 Personen nahmen an der VCÖ-Wahl teil
- VCÖ fordert bessere Bedingungen für Radfahrer

Die Stadt Salzburg und Vorarlberg haben den Hattrick geschafft. Die Mozartstadt wurde bei der VCÖ-Wahl, an der 2.000 Personen teilnahmen, zur radfahrfreundlichsten Landeshauptstadt Österreichs gekürt, Vorarlberg zum dritten Mal in Folge zum radfahrfreundlichsten Bundesland. Graz und Bregenz sowie Salzburg und Wien kamen aufs "Stockerl". Schlusslicht bilden Eisenstadt bzw. Tirol.
Fast 2.000 Personen beteiligten sich an der VCÖ-Wahl zur radfahrfreundlichsten Landeshauptstadt bzw. zum radfahrfreundlichsten Bundesland. "Die Stadt Salzburg hat ihren Titel erfolgreich verteidigt. Gerade am Beispiel Salzburg zeigt sich, was eine aktive Radverkehrspolitik bringt. Es werden laufend Verbesserungen vorgenommen. Kein Wunder, dass bereits jedes fünfte Alltagsziel in Salzburg mit dem Fahrrad erreicht wird", stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.
Den zweiten Platz bei der VCÖ-Wahl erreichte Graz. Der VCÖ weist darauf hin, dass Graz in den 90er Jahren seinen Spitzenplatz verloren hat. Seit einigen Jahren wird das Fahrrad in der Verkehrspolitik wieder stärker berücksichtigt. "Graz ist wieder auf dem richtigen Weg. Radfahren erlebt nicht zuletzt wegen der steigenden Spritpreise einen Boom. Umso wichtiger sind mehr Investitionen in den Radverkehr", betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Den dritten Platz erreichte Bregenz, das Schlusslicht bilden Eisenstadt und Klagenfurt.
Vorarlber radeln doppelt so viel
Bei den Bundesländern liegt Vorarlberg weiter unangefochten an der Spitze. "So wie Salzburg erreichte auch Vorarlberg den Hattrick. Das Ländle hat beim Radfahren die Nase vorne. Es wird in Vorarlberg doppelt so viel Rad gefahren wie im Österreich-Schnitt", macht VCÖ-Sprecher Gratzer aufmerksam. Pro Kopf radelten im Vorjahr die Vorarlberger 431 Kilometer auf Alltagswegen. In Vorarlberg sind Radwege entlang von Freilandstraßen fast selbstverständlich, im Ortsgebiet gibt es meist eine radfahrfreundliche Verkehrsplanung. Wesentlich ist zudem, dass die Betriebe und Unternehmen die Angestellten motivieren mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen.
Ebenfalls am Stockerl landeten Wien und das Bundesland Salzburg. Der VCÖ registriert in Wien eine deutliche Zunahme des Radverkehrs und warnt, dass es auf vielen Radwegen, vor allem am Ringradweg, bereits massive Engpässe gibt. "Die steigende Zahl der Radfahrer haben auf den Radwegen zu wenig Platz. Umso wichtiger ist es, dem Radverkehr mehr Platz zu geben, etwa durch Radfahrstreifen auf der normalen Fahrbahn. Zudem ist es höchste Zeit, so wie in den Radlernationen Dänemark und den Niederlanden die Radwegbenützungspflicht abzuschaffen", betont VCÖ-Sprecher Gratzer.
VCÖ: Salzburg erneut zur Radlerhauptstadt Österreichs:
(In welcher Stadt sind die Bedingungen zum Radfahren am besten?)
1. Salzburg
2. Graz
3. Bregenz
4. Wien
5. Linz
6. St. Pölten
7. Innsbruck
8. Klagenfurt
9. Eisenstadt
Vorarlberg zum Radlerland Österreichs gekürt:
(In welchem Bundesland sind die Bedingungen zum Radfahren am besten?)
1. Vorarlberg
2. Salzburg
3. Wien
4. Steiermark
5. Burgenland
6. Niederösterreich
7. Oberösterreich
8. Kärnten
9. Tirol
Vorarlberger sind Österreichs fleißigste Radfahrer:
(Mit dem Fahrrad im Alltag gefahrene Kilometer pro Person im Jahr 2007)
Vorarlberg: 431 km
Tirol: 225 km
Niederösterreich: 221 km
Salzburg: 221 km
Oberösterreich: 190 km
Steiermark: 163 km
Burgenland: 158 km
Kärnten: 152 km
Wien: 126 km
Österreich Durchschnitt: 195 km
Quelle : VCÖ 2008
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