Dienstag, 8. Juli 2008

Neuer SPÖ-Chef Faymann ist wortkarg:
Respektiert Rückzug von Gaby Schaunig

  • ÖVP-Missethon: SPÖ-Krise setzt sich weiter fort

Der neue SPÖ-Chef Werner Faymann zeigte sich in einer ersten Stellungnahme wortkarg. Er respektierte den Rücktritt der Kärntner Landesparteichefin Gaby Schaunig. Der Schritt von Schaunig zeige, dass der Stil der politischen Auseinandersetzung von zentraler Bedeutung sei.

ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon meinte, mit dem Schaunig-Rücktritt gehe die SPÖ-Krise weiter. "Der neue Gusenbauer-Faymann-Kurs der SPÖ treibt weiter bewährte Funktionäre und Politiker in Scharen aus der eigenen Partei", so Missethon. Nach den kritischen Stimmen von Altkanzler Franz Vranitzky und dem Rückzug von Wissenschaftssprecher Josef Broukal zeige sich, dass Faymann und Gusenbauer nicht in der Lage seien, die SPÖ zu stabilisieren.

Seit mehr als einem halben Jahr lähme die Krise der SPÖ die Regierungsarbeit. "Daher war der Schritt in Richtung Neuwahlen der einzig konsequente", so Missethon. (apa/red)

8.7.2008 19:55