Freitag, 4. Juli 2008

Nach Führerscheinen folgen Zulassungen:
Dokument ab 2009 auch als Scheckkarte

  • Freiwilliger Umstieg soll Autofahrer 20 Euro kosten
  • Autofahrerclubs: "Zeitgemäß und fälschungssicher"

Nach dem Führerschein wird es nun auch den Zulassungsschein im Scheckkartenformat geben. Das Dokument soll dadurch fälschungssicherer werden und internationalen Sicherheitsstandards entsprechen. Der entsprechende Gesetzesentwurf ist in Begutachtung gegangen. Ab 2009 soll die Plastikkarte laut Verkehrsministerium erhältlich sein. Die Kosten werden sich auf 20 Euro belaufen. Der Umstieg von Papier auf Plastik ist freiwillig. Damit kommt Österreich einer Empfehlung der EU nach.

In den neuen Zulassungsschein sind zahlreiche Sicherheitsmerkmale integriert, wodurch das Verfälschen von Informationen verhindert wird. Zusätzlich werden die Daten auf dem Chip durch eine digitale Signatur gegen Veränderungen geschützt. Ein weiterer Vorteil ist die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit im Vergleich zu Papier.

Die wichtigsten Daten (Zulassungsbesitzer, Kennzeichen, Adresse, zulässige Gewichte und andere wichtige Kontrolldaten etc.) sind mit freiem Auge lesbar, alle restlichen Daten befinden sich auf dem Chip.

Karte nicht verpflichtend
Es besteht keine Verpflichtung zum Umstieg auf die Karte. Egal, ob erstmaliger Antrag oder laufende Zulassung, man kann sich optional für die neue Variante entscheiden. Der Ablauf ist gleich wie bisher. Entweder man kontaktiert seinen Versicherungsbetreuer oder die Zulassungsstelle. Innerhalb von zwei Wochen wird die Scheckkarte per Post an den Besitzers geschickt. Bis dahin erhält man ein Interimsdokument, das maximal acht Wochen gültig ist und nach erfolgter Zustellung des Scheckkarten-Zulassungsscheines seine Gültigkeit verliert.

Autofahrerclubs: "Zeitgemäß und fälschungssicher"
Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ begrüßen das Vorhaben. "Ein Zulassungsschein im Scheckkartenformat ist zeitgemäß und vor allem fälschungssicher", sagte ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz unterstrich den Sicherheitsgewinn. Bisher hätten viele Autofahrer den Zulassungsschein im Auto gelassen. Durch das neue Format könne man diesen leichter in die Brieftasche stecken, so Ninz.

Die Produktion des Scheckkarten-Zulassungsscheins erfolgt im Hochsicherheitsraum bei der Österreichischen Staatsdruckerei, wo auch der Reisepass und der Scheckkarten-Führerschein hergestellt werden. (apa/red)

4.7.2008 19:54