Italien zittert vor großer Qualleninvasion:
Hitze und Überfischung sorgen für Rekord
- Katastrophale Folgen für das Leben im Mittelmeer
- Zahl der natürlichen Feinde nimmt immer mehr ab

Italien befürchtet eine Qualleninvasion in diesem Sommer. "Dem Mittelmeer droht eine Invasion von Hunderttausenden von Quallen mehr als in den vergangenen Jahren. Das Problem betrifft vor allem das Tyrrhenischen Meer vor der Küste der Toskana", sagte Silvestro Greco, Leiter des italienischen Meeresforschungsinstituts ICRAM.
Experten machen für die steigende Zahl der Quallen vor allem die Hitze und ein Überfischen der Meere verantwortlich. Demnach locken die warmen Küstengewässer die Quallen an, die auf der Suche nach niedrigeren Salzkonzentrationen und Nährstoffen sind. Zugleich nimmt die Zahl ihrer natürlichen Feinde - größere Fische und Schildkröten - im Mittelmeer ab.
Greco meinte, es müsste zu einer gemeinsamen Strategie der Mittelmeerländer kommen, um das Problem der Quallen zu bekämpfen. "Die Quallen wirken sich negativ auf die Fischerei aus. Quallen nähren sich von Fischeiern, ihre Vermehrung könnte katastrophale Folgen für das Leben im Mittelmeer haben", sagte Greco nach Angaben der italienischen Tageszeitung "Il Messaggero".
Bei Hautverbrennungen durch Quallen soll die Wunde mit Meerwasser - niemals mit Süßwasser - gereinigt und mit Eis gekühlt werden. Bei einigen Menschen können die Nesselfäden auch Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.
(apa/red)
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