Donnerstag, 3. Juli 2008

Wenn man nicht an sich halten kann: Jetzt
gezielt Hilfe finden in Spezialambulanz in OÖ

  • In Linz gibt's nun interdisziplinären Rat bei Inkontinenz
  • Gynäkologie, Urologie oder Chirurgie miteinbezogen

Jeder zehnte Österreicher leidet unter Inkontinenz. Daher bietet das Linzer Krankenhaus der Elisabethinen das nach Spitalangaben bundesweit erste Zentrum für Inkontinenz und Beckenbodenerkrankungen (Eli-ZIB). Mit der interdisziplinären Spezialambulanz soll den Patienten die zeitaufwendige Suche nach dem richtigen Facharzt erspart werden. Details gab der ärztliche Leiter Franz Harnoncourt bekannt.

Die Ursachen für das weit verbreitete, aber dennoch meist totgeschwiegene Leiden sind vielfältig. Bei Frauen ist oft eine Senkung des Beckenbodens nach der Geburt eines Kindes der Grund. Auch schwere körperliche Arbeit oder sogar Hustenattacken bei Lungenerkrankungen können Auslöser sein. Aus Scham ziehen sich viele Betroffene zurück, anstatt medizinische Hilfe zu suchen. Die Lebensqualität leidet, den geeigneten Spezialisten zu finden ist meist schwierig.

Im Eli-ZIB sollen die Patienten eine genau auf sie zugeschnittene Therapie bekommen. Die Palette der beteiligten Fachbereiche reicht von der Gynäkologie, der Urologie oder der Chirurgie über die Physikalische Medizin und Rehabilitation bis hin zur psychologischen Beratung. Von der Beckenbodengymnastik bis zur Operation findet sich alles unter einem Dach. Sie Spezialambulanz ist in den Räumlichkeiten der Gynäkologie angesiedelt und hat jeden Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

(APA/red)

3.7.2008 11:46