Donnerstag, 3. Juli 2008

Sparkurs bei Bank Austria-Mutterkonzern:
Unicredit streicht 570 Stellen in Österreich

  • Westeuropa: Bank baut insgesamt 9.000 Jobs ab
  • In Osteuropa kommen dagegen 11.000 Plätze dazu

Der Bank Austria-Mutterkonzern UniCredit baut in den nächsten zweieinhalb Jahren 9.000 Stellen in Westeuropa ab, wo der Konzern 100.000 Leute beschäftigt. Insgesamt sind es knapp 5 Prozent der 180.000 Leute umfassenden Belegschaft. Die Hauptlast trägt Italien, auch in Deutschland werden bei der mehr als 2.000 Jobs gestrichen. Die Bank Austria in Österreich ist mit dem Abbau von 570 Jobs betroffen.

In Osteuropa, ebenfalls von der Bank Austria aus gesteuert, sollen dagegen rund 11.000 Arbeitsplätze dazukommen. In Österreich soll der Personalstand "durch Struktur- und Prozessverbesserungen" bis Ende 2010 um 570 Mitarbeiter sinken. Davon betroffen seien kundenferne Bereiche, betont die Bank. In den Filialen und im Vertrieb seien keine Kürzungen geplant.

Die Bank Austria wolle beim neuen Jobabbau vor allem wieder die natürliche Fluktuation nützen, also den natürlichen Abgang von im Schnitt 200 bis 300 Leuten pro Jahr, sagte ein Sprecher. Über die Handhabung des darüber hinaus gehenden Abbaus gibt es noch keine Angaben. Der Betriebsrat sei über die aktuellen Sparziele informiert, hieß es heute. In den nächsten Wochen werde nach "sozial ausgewogenen" Lösungen für die Betroffenen gesucht. (apa/red)

3.7.2008 17:00