Mauten, Steuern und Spritpreise: Tausende
Frächter protestieren mit Wien-Sternfahrt
- Bundeshauptstadt droht dadurch ein Verkehrs-Gau
- Fordern von Regierung Umsetzung von 5 Punkten

·Protestfahrt der
Frächter: Die Route
Betrifft Schnellstraßen
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Kommenden Montag wird es für Autofahrer in Wien ungemütlich. Österreichs Frächter sehen aufgrund der hohen Steuern, Mauten und Spritpreise ihre Existenz gefährdet und wollen am 7. Juli mit einer Sternfahrt nach Wien Gehör bei der Regierung finden. 1.427 Lkw wurden bereits angemeldet, die über zwei Routen, und zwar Vorgartenstraße sowie Südosttangente, Richtung Ring fahren.
Startschuss ist um 7 Uhr, Schluss ist um 10.30 vor dem Cafe Landtmann auf der Wiener Ringstraße. Nikolaus Glisic, Obmann des Fachverbandes der Güterbeförderer meint dazu am Mittwoch: "Uns reicht' s, wir werden von keinem Politiker ernst genommen. Wir sind mit der schlechtesten Wirtschaftssituation seit 1945 konfrontiert". Nun sei es eben soweit, dass die Branche nach jahrelangen fruchtlosen Gesprächen "die Muskeln zeigt".
Fünf Punkte umsetzen
Sollte die Sternfahrt keine Wirkung zeigen, dann wollen die Frächter ihren Protest fortsetzen und ausweiten. Demnach müssten vorrangig fünf Punkte von der Regierung umgesetzt werden: Die Rücknahme der Mineralölsteuer-Erhöhung vom Vorjahr, die Absenkung der Kfz-Steuer auf das EU-Mindestmaß, die Rücknahme der Mauterhöhung vom Mai dieses Jahres, die einheitliche Förderung von Lkw auf technisch letztem Stand (Euro5-Abgaswerte) sowie eine Förderung für die geänderte Berufskraftfahrerausbildung, die ab September 2009 gilt.
Neue EU-Länder im Vorteil
"Wir sind gegenüber den Kollegen aus den neuen EU-Ländern vollkommen benachteiligt", so Glisic. Wenn nicht rasch gehandelt werde, dann würde der heimische Frächter auf Österreichs Straßen verschwinden, das Geschäft würden dann Osteuropäer machen, warnte er. (apa/red)

