Dienstag, 1. Juli 2008

Verspätungen nach Streik bei Lufthansa: 28 Frühflüge wurden komplett gestrichen

  • Verzögerungen vor allem bei Langstreckenflüge
  • ver.di fordert 9,8 Prozent mehr Geld für Personal

Bei der Lufthansa mussten wegen erneuter Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Flüge gestrichen werden. Auf vielen weiteren Verbindungen sei es zu teils erheblichen Verspätungen gekommen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main.

Insgesamt wurden bisher 40 Einzelflüge gestrichen, wovon vor allem innerdeutsche Flüge, vereinzelt aber auch innereuropäische Strecken betroffen seien. Es sei nicht auszuschließen, dass aus operationellen Gründen weitere Flüge gestrichen werden müssten. Insgesamt seien 28 Flüge ausgefallen. Dabei habe es sich vorwiegend um Verbindungen innerhalb Deutschlands und Europas gehandelt. Verzögerungen habe es vorwiegend auf Langstreckenflüge gegeben.

Von den Warnstreiks seien mehrere deutsche Flughäfen betroffen gewesen, sagte die Sprecherin weiter. Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen war demnach der Flughafen Frankfurt. Warnstreiks gab es auch in München, Stuttgart und Köln. Die Beschäftigten waren um vier Uhr morgens in Ausstand getreten und beendeten ihre Warnstreiks um acht Uhr.

Warnstreik vor der dritten Tarifrunde
ver.di will mit den erneuten Arbeitsniederlegungen vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen für die 60.000 Beschäftigten der Lufthansa am Donnerstag den Druck auf die Airline erhöhen. Bisher hatten die Tarifparteien keine Einigung erzielt. Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Lohn. Die Fluggesellschaft bietet dagegen eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,4 Prozent bis Juni 2009 und weiteren 2,1 bis zum Ende des kommenden Jahres.

Rund um den Frankfurter Flughafen, der Heimatbasis der Lufthansa, blockierte ein Demonstrationszug die Straßen, wie ver.di- Gewerkschaftssekretär Gerhard Straube berichtete. Zudem kam es wegen einer Weichenstörung am Flughafen zu Behinderungen im Zug- und S- Bahnverkehr.
(apa/red)

1.7.2008 16:06