Trennung ist vollzogen: Immoeast, Immo-finanz und Constantia gehen getrennte Wege
- Petrikovics tritt als Chef der Privatbank zurück
- Die Immos erwerben Managerverträge um 365 Mio.
Der lang erwartete Bankverkauf wurde zwar immer noch nicht verkündet, dafür die Trennung des Bankgeschäfts der Constantia Privatbank vom Immobiliengeschäft. Damit hat sich die Constantia-Bank von den Immobilienfirmen Immoeast und Immofinanz abgespalten.
Die beiden börsenotierten Immobilienfirmen Immoeast und Immofinanz bereiten für die nächsten Tage den Kauf der Immobiliensparte der Constantia Privatbank vor. Die Immo-Schiene der Bank besteht im Wesentlichen aus den Managementverträgen mit Immoeast und Immofinanz, die jetzt "internalisiert" werden. Auch mit den personellen Überschneidungen zwischen Bank und Immofirmen (Personalunion an der Spitze) ist es vorbei.
Vorbehaltlich der Billigung durch die Hauptversammlungen am 25. Juli 2008 (Immoeast) bzw. 23. Juli 2008 (Immofinanz)) erwerben die beiden im Prime Market der Wiener Börse notierenden Gesellschaften gemeinsam die Immobiliensparte der Constantia Privatbank um einen Gesamtkaufpreis in Höhe von 440 Mio. Mio. Euro. Davon entfallen 365 Millionen auf die Managementverträge.
Immoeast und Immofinanz teilen sich den Aufkauf im Verhältnis 60 zu 40. Damit hält künftig die Immoeast die Mehrheit an der Immobiliensparte der Constantia Privatbank.
Keine Managerüberschneidungen
Ab 1. Juli, wird es keine Management-Überschneidungen zwischen Constantia Privatbank und Immoeast/Immofinanz mehr geben. Das Management von Immoeast und Immofinanz erfolgt durch die künftige gemeinsame Tochter "I&I" und nicht mehr durch die Bank.
Karl Petrikovics bleibt Generaldirektor von Immoeast und Immofinanz. Er tritt aber heute, 30. Juni, als Generaldirektor der Constantia Privatbank zurück.
Für die in der Branche im Vorfeld des Verkaufs der Constantia-Bank erwartete Ablöse der Managementverträge haben die börsenotierten Gesellschaften damit weniger hinzublättern als von Experten erwartet. Zuvor waren dafür Preise zwischen 600 und 900 Mio. Euro kolportiert worden. (APA/red)

