Titel des Emblem der Pekinger Medaillien:
"Chinesisches Siegel, tanzendes Peking"
- Individuelle Gestaltung war nur auf Rückseite erlaubt
- Auf der Vorderseite ist griechische Siegesgöttin Nike

·Auf Chinesen lastet bei Olympia viel Druck
Erster Medaillenwertungs-
Platz von Fans erwartet
·Olympia in Peking
"eine Welt, ein Traum"
Gleich fünf Maskottchen
gibt es bei Olympia 2008
·GRAFIK: Olympische
Sportstätten in Peking
Vom "Vogelnest" bis hin zur Ying Tung Halle
·Olympia: Medaillien-Spiegel Athen 2004
Österreich landete auf Platz 27 in der Wertung
Bei der Kreation der Medaillen gesteht das Internationale Olympischen Komitee (IOC) den Gastgebern nur die individuelle Gestaltung der Rückseite zu. Die Vorderseite bleibt unverändert: Ein Abbild der griechischen Siegesgöttin Nike und das Bild des altehrwürdigen, marmornen Panathineikos Stadions, des Austragungsortes der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896 in Athen.
Allerdings ist seit Athen 2004 die Göttin Nike nicht mehr als sitzende Figur am linken Rand dargestellt, sondern als laufende Figur mit dem Siegeslorbeer im Zentrum der Medaille. Dazu kommen im Hintergrund die Akropolis und in der Mitte die fünf Olympischen Ringe. Außerdem steht am oberen Rand der Medaille der Schriftzug mit der Nummer der Olympiade, der Austragungsort und das Jahr der Spiele.
Freie Gestaltung haben die Olympia-Gastgeber lediglich auf der Rückseite der Medaille. Sie macht den Unterschied zwischen den einzelnen Sommerspielen aus. Gold, Silber und Bronze ist jeweils ein "Muss". In Peking wird dieses im äußeren Ring sowie im Zentrum erfüllt. Im mittleren Ring der sechs Millimeter dicken und im Durchmesser sieben Zentimeter großen Medaillen ist das Emblem der Peking-Spiele eingraviert.
Zweiter Ring steht für Kunst
Der besondere Effekt und Wert der olympischen Medaillen 2008 wird durch einen zweiten Ring demonstriert, der sich ganz auf chinesische Kunst und Tradition bezieht: Er besteht aus Jade. Für die Goldmedaillen wurde weiße Jade ausgewählt, die Silbermedaille schimmert in Grün-Weiß, die Bronzemedaillen haben einen Ring aus graugrüner Jade. Der Ring erinnert an eine "Bi" genannte und mit Drachenmustern verzierte Jadescheibe mit einem Loch in der Mitte, die im alten China für zeremonielle Zwecke benutzt wurde.
Das Problem der Zerbrechlichkeit der Jade wurde nach langen Studien- und Forschungsarbeiten von der Zentralen Chinesischen Akademie der Künste (CAFA) gelöst. Der Aufhänger für das Medaillenband ist einem ebenfalls zeremoniellen, "Huang" genannten halbrunden Jadestück mit Drachenmuster nachempfunden. Für das Pekinger Organisationskomitee BOCOG drücken die Medaillen damit Eleganz, Nobilität und einen Hauch chinesischer Kultur aus.
Tanzende Figur
Das Emblem der Spiele heißt "Chinesisches Siegel, tanzendes Peking" (Chinese Seal, Dancing Beijing). Es stellt eine weiße, tanzende, laufende Figur auf rotem Untergrund dar und sieht wie ein traditioneller chinesischer Stempel aus. Darunter in typischer, den chinesischen Schriftzeichen nachempfundener Handschrift der Schriftzug "Beijing 2008" sowie die Olympischen Ringe.
Das Emblem soll die Begeisterung von 1,3 Milliarden Menschen und 56 ethnischen Gruppen für die Olympische Bewegung betonen. Zugleich soll es Ausdruck sein für die Verbindung der Jahrhunderte alten chinesischen Kultur mit der Modernen. Deshalb überwiegt im Emblem auch die Farbe rot: Das ist in China die Farbe der Sonne und des heiligen Feuers. Beides symbolisiert das Leben und einen Neubeginn. (apa/red)