Montag, 30. Juni 2008

"Sebastian Prödl zum Dienstantritt, bitte!"
Das Abenteuer Bremen beginnt am 8. Juli

  • 21-Jähriger hat Stammplatz bei Werder im Visier
  • Prödl muss sich mit Mertesacker und Naldo messen

Sebastian Prödl wird am 8. Juli in Bremen seinen Dienst als Angestellter des deutschen Fußball-Vizemeisters SV Werder antreten. Seinen Urlaub in Spanien hat der Ex-Sturm-Mann nach dem EM-Gruppen-Aus des ÖFB-Teams bereits beendet, das EURO-Endspiel erlebte er in der Grazer Fan-Zone und nun kümmert sich der 21-Jährige um seinen Umzug von Österreich nach Deutschland.

Prödl kann es kaum mehr erwarten. "Ich will mich gleich beweisen" sagte der Neo-Legionär im deutschen Fachmagazin "kicker" (Online-Ausgabe), der aber realistisch bleibt und nicht glaubt, Stars wie Naldo oder Per Mertesacker gleich aus der Startelf verdrängen zu können. "Früher oder später", erklärte der Steirer, visiert er aber einen Stammplatz an und muss sich auch mit besagtem Mertesacker messen, den Prödl als "mein Vorbild" bezeichnet.

Werder-Manager Klaus Allofs hält viel von dem 1,94 m-Hünen, meinte aber: "Er muss noch lernen. Doch dafür haben wir ihn ja geholt." Das taten die Hanseaten bereits im Jänner, als sie 2,5 Mio. Euro auf den Sturm-Tisch legten. Franco Foda, deutscher Trainer der Grazer, lobt seinen Ex-Innenverteidiger: "Sebastian hat sich zur Persönlichkeit entwickelt." Prödl selbst will nun "oben mitspielen" mit Werder - wo ihm immer imponiert, "wie Talente forciert werden".

Eine weitere solche Nachwuchshoffnung haben die Grünweißen am Montag mit Niklas Andersen vom Drittligisten RW Essen an die Weser geholt. Auch der 19-jährige U20-Teamspieler ist wie Prödl ein Abwehrmann, der einen Vier-Jahres-Vertrag erhielt, mit dem Profikader trainieren, aber in der dritten Liga Spielpraxis sammeln soll. Dazu Allofs: "Niklas hat großes Potenzial und wir wollen ihm die Chance geben, das bei ihm auszuschöpfen. Wir trauen ihm zu, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen."

(apa/red)

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30.6.2008 16:19