Nadal triumphiert in Wimbledon-Finalkrimi:
Spanier entthront Federer nach fünf Sätzen
- Rasenkönig 4:6,4:6,7:6(4),7:6(8),7:9 geschlagen
- 22-Jähriger gewinnt erstmals britisches Grand-Slam

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am "heiligen Rasen"
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Rafael Nadal hat den "König von Wimbledon" vom Thron gestoßen. Der Spanier verwertete in einem denkwürdigen Endspiel seinen vierten Matchball zum 6:4,6:4,6:7(4),6:7(8),9:7-Erfolg über den Weltranglistenersten Roger Federer, der zuvor fünfmal in Serie in Wimbledon gewonnen hatte. 4:47 Stunden standen sich Federer, der im vierten Satz zwei Matchbälle abgewehrt hatte, und Nadal gegenüber.
Zunächst schien alles für den 22-jährigen Mallorcaner zu laufen, der die ersten zwei Sätze für sich entschied, den zweiten sogar nach 1:4-Rückstand. In Satz drei kam es dann zur ersten Regenpause, übrigens die letzte in der Finalhistorie von Wimbledon. Ab 2009 wird der "heilige Rasen" des Center Courts nämlich überdacht.
Standing Ovations für "britische Dramatik"
Nach einer 81-minütigen Unterbrechung ging der dritte Satz ins Tiebreak, in dem sich Federer durchsetzte. Ebenso wie im vierten Satz. Das Spiel steigerte sich nicht nur in seiner Dramatik, unglaubliche Ballwechsel der zwei Weltbesten ihrer Zunft begeisterten die Zuseher, die mit Standing Ovations die Spieler in einen fünften Satz begleiteten, in dem beim Stand von 2:2 noch einmal für 25 Minuten Regen einsetzte.
Beim Stand von 7:7 gab Federer dann sein Servicegame ein wenig symptomatisch für die Begegnung mit einem (von insgesamt 52) unerzwungenen Fehlern ab. Nadal verwertete seinen vierten Matchball, um als erster Spanier seit Manuel Santana 1966 die prestigeträchtigste Trophäe des Tennissports in die Höhe zu stemmen. Während für Federer eine sechs Jahre dauernde Unbesiegbarkeit auf Rasen zu Ende ging, schraubte Nadal seine Bilanz auf 24 Siege en suite.
"Roger ist immer noch der Beste"
Nadal kämpfte nach dem Spiel um Worte: "Es ist schwer zu sagen, was ich gerade fühle. Es ist einfach unglaublich. Aber Roger ist immer noch der Beste" streute er seinem Gegner Rosen. Der Spanier kassierte für seinen fünften Grand-Slam-Erfolg, den ersten abseits von Paris, 750.000 Pfund (948.407 Euro). Der zwölffache Majorsieger Federer erhält die Hälfte. Im direkten Vergleich führt Nadal nun 12:6. (apa/red)
