SK Rapid muss nach Zypern oder Armenien: Machbare Gegner in zweiter CL-Quali-Runde
- Rapid trifft auf Sieger aus Anorthosis gegen Pjunik
- Trainer Peter Pacult schätzt Zyprer als Favoriten ein

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Österreichischer Meister trifft auf leichtere Gegner
Der vierte Anlauf von Rapid auf eine Teilnahme an der Gruppenphase der Fußball-Champions-League beginnt entweder auf Zypern oder in Armenien. Wie die Auslosung in Nyon ergab, bekommt es der österreichische Meister in der zweiten Runde mit dem Sieger des Erstrunden-Duells zwischen Anorthosis Famagusta und Pjunik Jerewan zu tun. Spieltermine sind der 29./30. Juli bzw. 5./6. August, wobei die Hütteldorfer die erste Partie auswärts bestreiten. Die erste Quali-Runde geht am 15./16. bzw. 22./23. Juli über die Bühne.
Rapid-Trainer Peter Pacult rechnet mit den Zyprioten als Gegner. "Sie sind gegen Pjunik Jerewan zu favorisieren", erklärte der Wiener, der mit dem zyprischen Fußball schon angenehme Bekanntschaft gemacht hat. Im September 1989 setzte sich der ehemalige Teamstürmer mit dem damaligen FCS Tirol gegen Omonia Nikosia in der ersten Runde des Meistercups mit 6:0 (h) und 3:2 (a) durch, wobei er in der ersten Partie zweimal und im Retourmatch einmal traf. "Aber seither hat der zyprische Fußball große Fortschritte gemacht", warnte der Meister-Coach.
Pacult gab allerdings auch zu, dass es sein Club schlimmer hätte erwischen können. "Das ist sicher ein Gegner, der mit einer konzentrierten und guten Leistung zu schlagen ist. Vielleicht ist es auch ein Vorteil, dass wir das erste Spiel auswärts haben", sagte der Betreuer, der die beiden Erstrunden-Duelle zwischen Anorthosis und Pjunik beobachten lassen wird.
Legionärstruppe und Rekordmeister
Die mit zahlreichen Legionären gespickte Anorthosis-Mannschaft vom früheren georgischen Teamspieler und Newcastle-Legionär Temuri Ketsbaja, sorgte vor drei Jahren für einen sensationellen Erfolg, als in der zweiten CL-Quali-Runde der türkische Vertreter Trabzonspor aus dem Bewerb geworfen wurde. In der dritten Runde war dann aber gegen die Glasgow Rangers Endstation.
Pjunik Jerewan wiederum ist im armenischen Fußball die dominierende Mannschaft. Die jüngsten sieben Meistertitel gingen an den Rekord-Champion, der bei insgesamt zehn Titeln hält. Im Vorjahr waren die Armenier in der zweiten CL-Quali-Runde mit einem Gesamtscore von 1:4 am späteren Salzburg-Bezwinger Schachtjor Donezk gescheitert.
Sollten die Rapidler die Zweitrunden-Hürde meistern, würde in der dritten und letzten Runde wohl ein großes Kaliber warten. Mögliche Gegner wären unter anderem Barcelona, Liverpool, Arsenal oder Juventus. Bei einem Out in der dritten Runde dürften die Grün-Weißen in den UEFA-Cup umsteigen, im Falle eines Zweitrunden-Ausscheidens wäre die Europacup-Saison schon wieder beendet.
Bisher versuchte Österreichs Rekordmeister dreimal, in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Im ersten Versuch 1996 hatten die Hütteldorfer mit Dynamo Kiew (2:0 daheim, 4:2 auswärts) relativ wenig Mühe, beim zweiten Mal waren sie drei Jahre später gegen Galatasaray Istanbul (0:3 daheim, 0:1 auswärts) chancenlos, 2005 klappte es gegen Lok Moskau (1:1 daheim, 1:0 auswärts).
(apa/red)
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