Donnerstag, 3. Juli 2008

Red Bull-Chef präsentiert Halbzeitbilanz:
"Haben großen Schritt nach vorne gemacht"

  • Teamchef Horner lobt Zuverlässigkeit und Leistung
  • Bereits jetzt soviele Punkte wie in Vorjahressaison

Kurz vor Saison-Halbzeit liegt Red Bull Racing in der Formel-1-WM der Konstrukteure mit 24 Punkten auf Rang vier. Für Teamchef Christian Horner ein triftiger Grund, eine positive Zwischenbilanz zu ziehen. "Die erste Saisonhälfte ist gut verlaufen. Wir haben punkto Zuverlässigkeit und Leistung einen großen Schritt nach vorne gemacht", meinte Horner vor dem Grand Prix von Großbritannien am Wochenende in Silverstone.

Die Zahlen sprechen für Horner eine deutliche Sprache, schließlich hat RBR bereits einen Podestplatz (Rang drei durch David Coulthard in Montreal) und in sieben der acht Rennen WM-Punkte erobert. "Wir haben bereits jetzt so viele Punkte wie in der gesamten vergangenen Saison geholt", zeigte sich der Engländer über die Leistungen seiner Truppe mit den Piloten Mark Webber (18 Punkte) und Coulthard (6) mehr als glücklich. Der bisher einzige "Nuller" war der Doppelausfall in Melbourne.

"Die mechanische Verlässlichkeit lag bisher bei hundert Prozent, das ist angesichts der vergangenen Saison beachtlich", freute sich Horner über die Beständigkeit des RB4 genannten Autos und gab als Saisonziel aus, den vierten Platz in der Teamwertung über die Ziellinie zu bringen. "Das ist nach diesem positiven Start unser Ziel." Gleichzeitig will man die Lücke zu McLaren und BMW verkleinern. "Da ist dem Gefühl nach noch einiges möglich", so Horner.

Großes Ziel bleibt GP-Sieg
Das ganz große Ziel haben Horner und Co. natürlich nicht aus den Augen verloren: "Wir werden erst vollkommen zufrieden sein, wenn wir Rennen gewinnen." Dieses Ziel zu erreichen, dürfte aber auch in Silverstone sehr schwer bis unmöglich werden.

Auch wenn Webber derzeit in bestechender Form fährt. "Es läuft weitaus besser als zu Saisonbeginn erwartet. Mit diesen Leistungen sollte Rang vier in der Team-Wertung möglich sein. Wir schütteln zwar keine Siege und Podestplätze aus dem Ärmel, aber das kann man derzeit auch nicht von uns erwarten", hofft der Australier, der derzeit Coulthard zumeist klar in den Schatten stellt.

Coulthard hofft nun auf mehr Konstanz. "Die Saison war bisher die beste für Mark, für mich ist sie jedoch sehr gemischt verlaufen. Ich suche keine Ausreden, hoffe aber auch auf etwas mehr Glück", meinte der 37-jährige Schotte, der u.a. dreimal Neunter war und hinzufügte: "Dreimal Neunter, das klingt nicht sehr sexy."
(apa/red)

3.7.2008 17:09
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