Samstag, 5. Juli 2008

Mitfavorit Valverde erster Etappen-Sieger:
Spanier setzte sich im finalen Anstieg durch

  • Achtköpfige Ausreißergruppe kurz vor Ziel gestellt
  • Österreicher Kohl & Eisel platzierten sich im Hauptfeld

Alejandro Valverde, einer der Topfavoriten der 95. Tour de France, hat die Rundfahrt mit einem Paukenschlag eröffnet. Der Spanier gewann die 1. Etappe von Brest nach Plumelec in der Bretagne über 197,5 km im Sprint und streifte sich zum ersten Mal in seiner Karriere das Gelbe Trikot über. Zweiter wurde der Belgier Philippe Gilbert vor Jerome Pineau aus Frankreich. Die beiden Österreicher im Feld, Bernhard Kohl (Gerolsteiner) und Bernhard Eisel (Columbia), belegten die Ränge 41 bzw. 136.

Zum ersten Mal seit 1966 wurde die Tour nicht mit einem Prolog eröffnet und es gibt weder im Ziel noch in den Zwischensprints Zeitgutschriften. Eine achtköpfige Ausreißergruppe, die sich bereits einen Kilometer nach dem Start zusammengefunden hatte, fuhr einen Vorsprung von bis zu sieben Minuten heraus.

Die letzten zwei Fahrer der Fluchtgruppe, unter ihnen in seiner Heimat der Bretone Lilian Jegou, wurden sieben Kilometer vor dem Ziel gestellt. Im kurzen aber schweren Schlussanstieg erwies sich der 28-jährige Valverde dann als der Stärkste und gewann seine zweite Tour-Etappe. Im Vorjahr war Valverde Gesamt-Sechster der Frankreich-Rundfahrt gewesen.

96 Kilometer vor dem Ziel war die erste Tour de France für den Franzosen Herve Duclos-Lasalle dagegen bereits beendet. Der Sohn des zweifachen Paris-Roubaix-Gewinners Gilbert Duclos-Lasalle stürzte und verletzte sich an der Hand. Zunächst fuhr er mit geschienter Hand weiter, dann musste er als erster der 180 Starter aufgeben. (apa/red)

5.7.2008 18:49