Phelps schwimmt neuen Weltrekord: Neue
Bestmarke über 200 Meter Lagen erreicht
- Peirsol stellt Weltrekord über 200 Meter Rücken ein
- 41-Jährige qualifiziert sich für Olympische Spiele

·Phelps erringt bei US-Trials dritten Titel
Sieg bei US-Meisterschaft
über 200 m Schmetterling
·Aaron Peirsol stellt neuen Weltrekord auf
Rogan-Rivale verbessert Zeit über 100m Rücken
Der drittletzte Tag der Schwimm-US-Trials für die Olympischen Spiele in Peking hat in Omaha die Weltrekorde sieben und acht dieser Titelkämpfe gebracht. Michael Phelps verbesserte seine Weltbestzeit über 200 m Lagen um 18/100 Sekunden auf 1:54,80 Minuten und Aaron Peirsol stellte über 200 m Rücken in 1:54,32 die Topmarke des diesmal 2/100 dahinter anschlagenden Ryan Lochte ein.
Phelps hat sich damit bereits auf vier Einzelstrecken für die Spiele qualifiziert (200 und 400 m Lagen, 200 m Kraul, 200 m Delfin) und zog als Schnellster ins Finale über 100 m Delfin ein. Damit lebt seine Chance auf Überbieten des Rekords von Mark Spitz von München 1972 mit sieben Mal Gold, da Phelps ja noch auf bis zu drei Staffel-Einsätze kommen kann.
7 Olympia-Siege möglich
Spitz selbst wiederholte seine Einschätzung, dass er Phelps diesen Coup durchaus zutraut, allerdings drei Unsicherheitsfaktoren dafür sieht. "Er muss gleich zum Auftakt die 400 m Lagen gewinnen", erklärte Spitz. Auf dieser Strecke könnte Phelps in Peking von Lochte Konkurrenz bekommen. "Michael hat auch keine Kontrolle über die Staffeln, in denen ein Wechselfehler passieren kann. Und er ist über 100 m Delfin nicht Weltrekordhalter."
Das ist nämlich Ian Crocker, im Trials-Semifinale musste er Phelps aber mit 42/100 Rückstand Rang eins überlassen. Über 200 m Lagen hatte Phelps bei der Verbesserung seines bei der WM 2007 in Melbourne aufgestellten Weltrekords 42/100 Vorsprung auf Lochte. "Ich wollte nur gewinnen", meinte Phelps nachher. "Denn ich wusste, dass Ryan ein harter Konkurrent ist, obwohl er gerade erst über 200 m Rücken geschwommen ist."
Lochte hatte zwischen den Finalläufen 30 Minuten Zeit und ist nun über drei Einzel-Strecken qualifiziert. Er hat auch in Peking an einem Tag die Doppel-Belastung 200 m Rücken und 200 m Lagen zu absolvieren. Peirsol wiederum holte sich jenen Weltrekord zurück, den er von 2002 bis zum WM-Finale 2007 innegehabt hatte. Schon über 100 m Rücken hatte Peirsol in Weltrekordzeit gewonnen.
41-Jährige bei Olympia dabei
Die meisten Emotionen aber wurden beim Sieg von Dara Torres über 100 m Kraul frei. Die 41-Jährige sicherte sich in 53,78 Sekunden 24 Jahre nach ihren ersten Spielen ihre fünfte Olympia-Teilnahme und brach danach vor Freude in Tränen aus. "Ich kann es nicht glauben, ich bin im Olympia-Team", rief die neunfache Olympia-Medaillengewinnerin, zuletzt 2000 in Sydney auch schon als 33-Jährige dabei. Sie wurde von ihrer zweijährigen Tochter Tessa angefeuert.
In einem weiteren Endlauf markierte Rebecca Soni über 200 m Brust die immens starke Zeit von 2:22,60 Minuten. Mit ihr im Peking-Team ist Titelverteidigerin Amanda Beard, nach einem Modell-Intermezzo nun wieder zurück in der Schwimm-Weltspitze. "Das haben mir nicht viele zugetraut", äußerte sich Beard zu ihrer Leistung hörbar stolz. (apa/red)
