Krisenlösung in Simbabwe nicht in Sicht:
Mbeki bei Mugabe bislang noch ohne Erfolg
- Südafrikanischer Präsident auf Besuch bei Nachbarn
- Resolutionsentwurf der USA wird in Kürze entschieden
·Simbabwe: Video beweist Wahlbetrug
Gefängniswärter filmte forcierte Stimmabgabe
·Druck auf Simbabwe durch UN-Resolution
USA bringt Entwurf in
den Sicherheitsrat ein
·Mugabe zu Gespräch mit Opposition bereit
Regierung der nationalen Einheit durchaus möglich
·Afrikanische Union will Einheitsregierung
Entsprechende Resolution
für Krise in Simbabwe
·Simbabwe: Mugabe lehnt Kenia-Modell ab
Einmischung von außen sei nicht erwünscht
Vor der erwarteten Entscheidung des Weltsicherheitsrats über Sanktionen gegen Simbabwe sind Bemühungen um eine Beilegung der politischen Krise in dem afrikanischen Land angelaufen. Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki reiste ins Nachbarland zu einer Unterredung mit Mugabe. Der 84-Jährige hatte sich mit einer international als illegitim eingestuften Wahl sein Amt gesichert. Ergebnisse des Treffens in Harare, an dem auch ein Vertreter einer kleineren Oppositionsgruppe teilnahm, wurden zunächst nicht bekannt. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hatte eine Teilnahme abgelehnt.
Der britische Außenminister David Miliband bezeichnete es bei einem Besuch in Südafrika als zwingend, eine Lösung der sich verschlimmernden Krise in Simbabwe zu finden. Zugleich plädierte er für eine Unterstützung der von Washington vorgeschlagenen Strafmaßnahmen. In wenigen Tagen soll der Weltsicherheitsrat über einen Resolutionsentwurf der USA entscheiden, der unter anderem ein Waffenembargo gegen Simbabwe sowie das Einfrieren von Mugabes persönlichem Vermögen und ein striktes Reiseverbot für ihn vorsieht.
Tsvangirai hatte kurz vor der Stichwahl Ende Juni wegen der Gewalt gegen die Anhänger seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) die Kandidatur zurückgezogen. Sein Name war aber auf den Stimmzetteln geblieben. Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 29. März hatte Tsvangirai mehr Stimmen als Mugabe erhalten, nach amtlichen Angaben jedoch die absolute Mehrheit verfehlt. (apa/red)
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