Ehemalige Geisel Betancourt absolut fit: Untersuchung im Krankenhaus verlief positiv
- Nach 6 Jahren im Dschungel "nichts Alarmierendes"
- Befreiungsaktion wurde um zehn Tage vorverlegt

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Die franko-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt hat ihre über sechs Jahre Geiselhaft bei den FARC-Guerillas im Dschungel Kolumbiens gesundheitlich gut überstanden. Die Ärzte im Militärkrankenhaus Val-de-Grâce in Paris hätten sie nach mehrstündiger Untersuchung "mit guten Nachrichten überhäuft", sagte Betancourt dem Sender France 3.
Sie sei überrascht von dem Befund, zumal sie über sechs Jahre im Dschungel verbracht habe. "Aber der Geist hilft, dass der Körper durchhält", sagte sie. Trotz des von den Ärzten bescheinigten guten Gesundheitszustands sei ihr aber empfohlen worden, sich jetzt auszuruhen. Es werde noch einige zusätzliche Untersuchungen geben, wurde ihre Schwester Astrid Betancourt auf der Internetseite von "20Minutes" zitiert, aber es gebe "nichts Alarmierendes".
Die 46-Jährige war in einem Überraschungscoup des kolumbianischen Militärs zusammen mit 14 anderen Geiseln aus der Gewalt der linken FARC-Rebellen befreit worden. Die Befreiung gelang dem Militär mit einer List: Soldaten gaben sich als Mitglieder einer regierungsunabhängigen Organisation aus, die die Geiseln mit einem Hubschrauber an einen anderen Ort bringen wollten. Als der Helikopter n der Luft war, wurden die Bewacher überwältigt, die Geiseln waren frei.
Am Ende ging alles ganz schnell
Die spektakuläre Aktion ist etwa zehn Tage vorgezogen worden. Es wurde befürchtet, die Guerilla könnte von der Aktion erfahren und die eingeschleusten Agenten enttarnen, sagte der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Manuel Santos in Madrid. "Die Gefahr, dass etwas durchsickern könnte, war sehr groß." Das Risiko für die Entführungsopfer sei jedoch minimal gewesen. Der Minister wies erneut Berichte zurück, es sei Lösegeld gezahlt worden. (APA/red)
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