Afrikanischer Gipfel mit Mugabe eröffnet:
Simbabwe-Krise als Zankapfel des Treffens
- Afrikanische Union tagt in Ägyptens Sharm el-Sheikh
- Kenias Regierungschef will Suspendierung Mugabes
·Simbabwe: Mugabe zum Sieger erklärt
Rufe nach verschärften Sanktionen werden laut
·Simbabwe: Ein Land kämpft um die Freiheit
Eroberung durch die Europäer im 19. Jhdt.
·Chronologie der Krise in Simbabwe
KLICKEN: Was seit der strittigen Wahl passiert ist
·Simbabwe-Wirtschaft
derzeit im freien Fall
Florierende Entwicklung bis in die 90er Jahre
·Simbabwe derzeit
"hoffnungsloser Fall"
Land in Afrika "mit gebrochener Gesellschaft"
·Diktator Mugabe: Held & brutaler Despot
Afrika äußert kaum Kritik an Simbabwes Staatschef

Die Lage in Simbabwe hat das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Ägypten beherrscht. An der zweitägigen Konferenz der Staats- und Regierungschefs in Sharm el-Sheikh nahm auch der simbabwesische Präsident Mugabe teil. Es wurde erwartet, dass die Gipfelteilnehmer Mugabe dazu drängen würden, Gespräche mit Oppositionsführer Tsvangirai über eine Regierungsbeteiligung aufzunehmen.
Der 84 Jahre alte Mugabe hatte sich zum Sieger der international als Farce kritisierten Wahl erklären lassen und war kurz darauf für fünf weitere Jahre im Amt vereidigt worden. Er steht seit 28 Jahren in Simbabwe an der Regierungsspitze, nachdem er das ehemalige Südrhodesien in die Unabhängigkeit geführt hatte.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete die Präsidentenstichwahl laut seiner Sprecherin als nicht rechtmäßig. Auch AU-Beobachter kritisierten die Wiederwahl Mugabes als nicht demokratisch. Der Urnengang habe den "Standards der Afrikanischen Union für demokratische Wahlen nicht genügt", kritisierten die AU-Beobachter in Harare.
Der kenianische Regierungschef Odinga forderte die Suspendierung Mugabes durch die AU. "Die Afrikanische Union sollte Herrn Mugabe weder akzeptieren noch bewirten", sagte Odinga in Nairobi. Bis zu freien und fairen Wahlen sollte Mugabes Zugehörigkeit zur AU ruhen.
Die AU hatte es bisher vermieden, Mugabes Vorgehen gegen die Opposition zu verurteilen. Der Friedens- und Sicherheitsrat der AU hatte auf eine öffentliche Stellungnahme zur Krise in Simbabwe verzichtet. Andere afrikanische Staatschefs wie der ägyptische Gipfel-Gastgeber Mubarak sind fast genauso lang an der Macht und verfahren mit der Opposition im eigenen Land kaum anders als Mugabe.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
