Opposition schießt sich auf Faymann ein:
Grüne und BZÖ kritisieren FPÖ-Annäherung
- Absage von Faymann an FPÖ nicht ernstzunehmen
- Freiheitliche sehen Erstarren der "Verliererkoalition"

·Faymann lehnt Koalition mit FPÖ ab
Demonstrativ um klare Abgrenzung bemüht
·Plassnik legt sich
mit der "Krone" an
Zwist mit Dichand über Vier-Augen-Gespräch
·Häupl geht von Neu-
wahlen im Herbst aus
Zu EU-Schwenk der SPÖ: "Kirche im Dorf lassen"
·IHRE MEINUNG zur anstehenden Wahl!
Wen werden Sie am 28. September 2008 wählen?
Die Opposition nimmt den neuen SPÖ-Chef Werner Faymann aufs Korn. Vor allem die Absage Faymanns gegenüber einer rot-blauen Zusammenarbeit löst aus unterschiedlichen Blickwinkeln Kritik bei Grünen, FPÖ und BZÖ aus. Die Grünen bezeichnen das rot-blaue Dementi von Faymann als völlig unglaubwürdig, die FPÖ sieht in der Absage einer Zusammenarbeit von SPÖ und Freiheitlichen eine Zementierung der rot-schwarzen Verliererkoalition und für das BZÖ verkommt die FPÖ zur SPÖ-Sektion "Blaue Kornblume".
Der Grüne Parteisekretär Lothar Lockl meinte, Kanzler Alfred Gusenbauer und Faymann hätten sich in der Europapolitik "auf jämmerliche Art und Weise von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf den Bauch geworfen". Die SPÖ sitze in Europa- und Menschenrechtsfragen im Beiboot der FPÖ. Mit ihrer "peinlichen Anbiederung an die FPÖ offenbart die SPÖ-Spitze, dass sie wie seinerzeit der frühere Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu jedem Schwenk bereit ist".
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sagte, SPÖ und ÖVP seien zwei Wahlverlierer, die sich auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet hätten. Nachdem ÖVP-Chef Wilhelm Molterer schon zu Jahresbeginn jegliche Kooperation mit der FPÖ ausgeschlossen habe, sei in Österreich die Basis für eine alternative Regierung abseits von rot-schwarz sehr unwahrscheinlich geworden.
Grosz wettert gegen SPÖ
BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz wiederum sieht eine kaum zu überbietende verlogene Debatte über eine Zusammenarbeit von SPÖ und FPÖ. Es sei aktenkundig, dass die FPÖ unter Strache immer mehr zum SPÖ-Anhängsel verkomme. Allerdings könne Strache beruhigt sein, denn SPÖ-Vorsitzende "glauben ohnedies nicht einmal das, was sie selbst sagen".
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
