Heldinnen in Uniform: Geballte Frauenpower
in der neuen Polizeigeneration Österreichs
- Bereits jeder dritter Exekutivbeamte ist eine Frau
- NEWS hat sie einen Tag lang durch Wien begleitet

Fünf hübsche junge Frauen unterhalten sich angeregt über die soeben zu Ende gegangene Fußballeuropameisterschaft. Man könnte meinen, es handle sich um Freundinnen, die sich mal auf einen Plausch getroffen haben - wären da nicht die blauen Uniformen, die Handschellen und die überaus gefährliche Lizenz zum Schießen.
Birgit, Doris, Michaela, Andrea und Birgit sind Junginspektorinnen und gehören zu jenen rund 100 AbsolventInnen der Wiener Polizeiakademie, die seit kurzer Zeit für Sicherheit und Ordnung auf den Straßen der Hauptstadt sorgen. Zwei Jahre lang wurden die Damen gemeinsam mit ihren Kollegen in der Wiener Marokkanerkaserne auf ihren Traumberuf theoretisch und praktisch vorbereitet.
Polizei im Wandel
Die Geschichte der Frauen bei der österreichischen Polizei beginnt in den 60er-Jahren. Damals wurden sie allerdings nur für die relativ harmlose Verkehrsregelung eingesetzt. Erst knapp dreißig Jahre später, seit 1991, werden weibliche Anwärter auch zu vollständigen Exekutivbeamten ausgebildet. In Wien sind bereits rund 14 Prozent des gesamten Personals Frauen, und der österreichweite Schnitt liegt nur knapp darunter.
Frauen starten durch
Birgit P. hat sich für den "überaus aufregenden Exekutivdienst", wie sie selber sagt, entschieden. "Kein Tag ist wie der andere. Routine stellt sich daher so gut wie nie ein. Das ist zwar auf der einen Seite ganz schön fordernd, doch gleichzeitig unheimlich spannend."
"Im Umgang mit Betrunkenen zum Beispiel ist es für eine Polizistin oft sogar leichter als für ihre männlichen Kollegen. Man will sich schließlich nicht mit einer Frau duellieren und lässt so normalerweise eher mit sich reden", weiß die hübsche Wienerin Andrea N. Die Leidenschaft der 25-jährigen Doris P ist die Tatortarbeit und Spurensicherung ganz im Stil der amerikanischen "CSI"- "Es ist einfach wahnsinnig interessant, ein Verbrechen aufzuklären und auch die Hintergründe dabei zu erfassen."
Auch Birgit T. und Michaela D. lieben ihren neuen Tätigkeitsbereich und bereuen ihre Wahl nicht. Beide meinen jedoch auch, dass die Polizeiarbeit nicht immer nur Positives mit sich bringt, sondern auch fordernd sein kann. Deshalb suchen Sie ihren Ausgleich dafür im Sport. Birgit aktiv auf dem Rücken eines Pferdes und Michaela als Fußballfan von ihrem Lieblingsclub, dem SV Mattersburg. Generell steht eines fest: Die Frauen in der Exekutive sind auf dem Vormarsch und starten mit geballter Frauenpower durch.
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