Schmied erfreut über Hahns Lehrer-Modell: Gemeinsame Hochschulausbildung geplant
- Auf Ablehnung stößt Modell bei Universitätsrektoren
- Schwerpunkt soll auf Pädagogik und Didaktik liegen

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Inhaltlich bewertet Unterrichtsministerin Claudia Schmied das von Wissenschaftsminister Johannes Hahn vorgestellte Modell zur Lehrerbildung nicht, sie zeigte sich aber in einer Aussendung erfreut "über die lebendige Debatte über eine gemeinsame, universitäre Ausbildung für alle pädagogischen Berufe". Auf Ablehnung stößt das Modell des Wissenschaftsministers allerdings bei den Rektoren.
Schmied wies darauf hin, dass zwischen 2012 und 2020 die Hälfte aller Lehrer in Pension geht. "Daher müssen wir jetzt dafür sorgen, dass hervorragende junge Lehrer nachfolgen", erklärte die Ministerin, die "die besten Lehrer mit ausgezeichneter inhaltlicher Kompetenz und vor allem exzellenter pädagogischer und fachdidaktischer Qualifikation" will. Sie fordert dazu auf, konkrete Schritte zu setzen und "Nägel mit Köpfen zu machen". Hahn lädt sie ein, "die von uns beiden gewünschte interministerielle Arbeitsgruppe möglichst rasch einzusetzen und einen klaren Zeitplan für die Arbeit festzulegen".
Ungewohnte Harmonie
In diesen Tagen ungewöhnliche Töne schlägt SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser an. Er sieht in der Frage der Lehrer-Ausbildung "keine unüberwindbaren Hürden zwischen den beiden Regierungsparteien, eine Einigung wäre hier durchaus im Bereich des Möglichen". Im Vordergrund stehe aus Sicht der SPÖ die Qualität der Ausbildung.
Aus Sicht der Universitätenkonferenz sind Hahns Vorschläge dagegen "unbefriedigend" und werden vom Forum Lehre der uniko abgelehnt. Die Rektoren sind zwar für eine gemeinsame Lehrerausbildung von Pädagogischen Hochschulen und Universitäten, die von Hahn angedachte Aufgabenteilung - fachliche Ausbildung für Hauptschul- und AHS-Lehrer an der Universität, pädagogische Ausbildung an den PH - lehnen sie jedoch "als nicht zielführend" ab.
Absolventen eines Lehramtsstudiums sollte wissenschaftlich fundierte Fach-, fachdidaktische und pädagogische Kompetenz sowie professionelle Entwicklungskompetenz vermittelt werden. Die Verbindung dieser Kompetenzen bilde die Grundlage für die Berufsausübung und Weiterentwicklung der künftigen Lehrer, heißt es seitens der uniko, die sich auch gegen ein achtsemestriges Bachelor-Studium für Lehrer der Sekundarstufe I ausspricht, sondern alle Lehrer der Sekundarstufen bis zum Master, also insgesamt zehn Semester, ausbilden will.
(apa/red)
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