Erster Zwischenbericht vom Inzest-Drama:
Akte beinhalten alle Zeugenvernehmungen
- Dokumentation vom Verlies ist noch ausständig
- Elisabeth F. soll Mitte Juli vorsichtig befragt werden

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Hier mussten Elisabeth F. und ihre Kinder leben
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Der Keller im Horror-Haus
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Verbesserter Zustand der 19-jährigen Tochter
Der erste Zwischenbericht im Inzest-Fall von Amstetten wurde jetzt von den Beamten der zuständigen Staatsanwaltschaft St. Pölten übergeben. Die Akten enthalten aber "keine faktenmäßige Darstellung der Delikte". Auch die Dokumentation aus dem Verlies ist noch ausständig. Tatverdächtiger Josef F. soll noch dieses Jahr vor Gericht gestellt werden.
Noch ist der Bericht nicht vollständig, aber der jetzt vorgelegt Akt enthalte beispielsweise umfassende Protokolle über Zeugenvernehmungen, erklärt Gerhard Sedlacek, Sprecher der Anklagebehörde. Um mehr Klarheit über den Fall zu bekommen, soll Mitte Juli auch das Opfer Elisabeth F. aussagen. Sie wird von Richterin Andrea Humer in einem separaten Raum befragt. Das Video kann dann bei der Hauptversammlung verwendet werde, so muss Elisabeth F. nicht selbst bei der Verhandlung erscheinen.
Noch nicht bei der Staatsanwaltschaft eingelangt sei die "Tatbestandsmappe". Die Dokumentation vom Verlies, Bilder und Videos, werden noch übergeben, so Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA NÖ). Dies könne aber noch "ein paar Wochen" dauern.
Der Prozess gegen Josef F. soll, wenn möglich, noch in diesem Jahr stattfinden.
Grauenhafte Tat mitten im Vorstadt-Idyll
Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht hatte. Während der Gefangenschaft zeugte der Mann mit der heute 42-jährigen Elisabeth sieben Kinder. Eines von ihnen starb nach der Geburt. Das Baby hat der Mann angeblich in einem Holzofen verbrannt. Josef F. hat sich weitgehend geständig gezeigt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.(apa/red)
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