Mieter müssen tiefer in die Tasche greifen:
Erhöhung um knapp 6 Prozent ab September
- Laut AK sind rund eine Million Haushalte betroffen
- Forderung nach Steigerung in fünfjährigen Intervallen

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Zu wenig neue Bauten lassen die Mieten steigen
Mieter werden von der Teuerungswelle nicht ausgenommen. Durch die gesetzlich vorgesehenen Mietenindexierungen schlagen die hohen Inflationsraten unmittelbar auf die Mieten durch, so die Arbeiterkammer. Demnach werden die Kategoriemieten, die Hausverwaltungskosten und die Erhaltungsbeiträge ab September um fast 6 Prozent angehoben. Betroffen sind rund eine Million Haushalte.
Durch die Erhöhung der Mieten und der Hausverwaltungskosten seien die meisten Mieter doppelt betroffen. Bereits im Frühjahr 2009 werde die inflationsbedingte Erhöhung der Richtwertmieten rund 3,5 Prozent betragen, obwohl diese Mieten erst im April 2008 um 2,2 Prozent erhöht wurden. Diese Erhöhungen würden laut AK nicht nur viel kosten, sondern auch zu einem "Inflations-Mietenkarussel" führen, da die inflationsbedingten Mietenerhöhungen selbst wieder die Inflationsrate erhöhen.
Bei einer 80 m2 Richtwertmietwohnung, für die eine Familie im März 2008 noch eine Richtwertmiete von 640 Euro monatlich (ohne überwälzbare Hausbetriebskosten und ohne Mehrwertsteuer) bezahlt hat, muss sie ab April 2009 677 Euro monatlich berappen. Das ist innerhalb kurzer Zeit eine Erhöhung um 37 Euro monatlich, inklusive Mehrwertsteuer 40,70 Euro monatlich, nennt die AK als Beispiel.
Forderung nach fünfjährigen Intervallen
Zum Hintergrund: Laut Mietrechtsgesetz steigen aufgrund der aktuellen Mai-Indexzahl die Kategoriemieten ab 1. September 2008 um 5,7 Prozent. Durch die derzeit hohen monatlichen Inflationsraten erfolgt diese indexbedingte Mietenverteuerung rund zwei Jahre früher als bei einer Inflation im Schnitt der letzten fünf Jahre (1,8 Prozent pro Jahr).
Die Arbeiterkammer fordert daher eine Gesetzesänderung mit der bestimmt wird, dass inflationsbedingte Mietensteigerungen nur in Fünfjahres-Abständen bzw. erst bei einem Indexschwellenwert von 10 Prozent erfolgen dürfen. (apa/red)
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