Die fantastischen vier.
Kranjcar, Koeman, Schachner, Jara

Crash. Wie Hicke die Nerven verlor. Notplan: Kann Herzilein jetzt schon Teamchef sein?
Wien-Grinzing, Pfarrwirt: Das diskrete Laubenplatzerl war kühl und schattig, der Wein trocken und spritzig. Bloß einer, der war sehr, sehr hitzig: Wenn ein anderer Teamchef werden soll, bin ich der glücklichste Mensch, sprudelt es aus Josef Hickersberger nach fast dreistündigem Gesprächsmarathon.
Freitag, 20. Juni, kurz vor 19 Uhr. Ö3-Talkerin Claudia Stöckl hatte für ihr Frühstück bei mir plötzlich eine echte Bombe im Kasten. Und Österreich hatte plötzlich keinen Teamchef mehr.
Hickersberger hat mich später angerufen und gesagt, dass ihm da was passiert ist, so Stöckl. Der Sager ist ihm einfach rausgerutscht, er wollte wohl nur ausdrücken, dass sein Job nicht immer so toll ist.
Zu spät. Das Interview war am Sonntag ungeschönt auf Sendung gegangen. Und die Mühlen der Fußball-Bürokratie begannen langsam, aber unaufhaltsam zu mahlen.
Ein Teamchef, der glücklichst über seinen Rausschmiss wäre? Für die oberste Funktionärsriege der finale Kick in die Magengrube!
Bundesliga-Präsident Martin Pucher, bis dato ein ausgewiesener Hicke-Befürworter: Auch wenn er in der Phase nach dem EURO-Projekt eine große Leere fühlt das klang nicht nachvollziehbar. Rudolf Edlinger, bei Rapid Hickersbergers Chef in goldenen Champions-League-Tagen: Wenn das so ist, dann muss man Hickersberger eben seinen Wunsch erfüllen. Selbst Kaliber wie der mächtige ÖFB-General und Hicke-Langzeitfreund Alfred Ludwig und sein konsensorientierter Chef Friedrich Stickler, beide Intimkenner von Pepis angewandtem Sarkasmus, waren mit einem Mal wie vor den Kopf gestoßen. Stickler, fassungslos: Wir waren uns in puncto Vertragsverlängerung doch schon handelseins, es gab zwischen uns beiden eine Vereinbarung per Handschlag.
Warum der außergewöhnliche Gentleman Hickersberger den außergewöhnlichen Gentleman Stickler gar so brutal auflaufen ließ? Der interne Druck auf den amtsmüden Chefcoach stieg nach seiner koketten Radio-Beichte stündlich. Und Hickersberger, sonst ganz abgeklärter Medien-Jongleur, verlor offenbar erstmals die Kontrolle über die Eigendynamik seiner Wuchteln. Denn...
Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
