Frächter planen Verkehr lahm zu legen: Protest gegen zu hohe Treibstoffsteuern
- Kostenanstieg um 40 Prozent in den letzten Monaten
- Die meisten Kosten werden vom Staat eingetrieben

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In der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kündigen die größten Frächter Österreichs eine Protestfahrt nach Wien an. Etwa 750 bis 1.000 LKW sollen am 7. Juli 2008 auf die Missstände in der Transport-Branche hinweisen. "An diesem Tag wird der Verkehr in der Bundeshauptstadt vermutlich völlig zum erlahmen kommen," bestätigt ein Wiener Verkehrsexperte.
In den vergangenen Monaten sind die für Frächter maßgeblichen Kosten (Treibstoff, Mautgebühren und Kfz-Steuer) um mehr als 40 Prozent nach oben gegangen. Regina Friedrich, Chefin von Frikus: "Wir können die gestiegenen Kosten nicht zur Gänze an unsere Auftraggeber weitergeben. Auf dem Rest bleiben wir sitzen." Und Richard Gartner, Chef des gleichnamigen Transportunternehmens aus Oberösterreich, sieht es noch drastischer: "Viele in der Branche fahren nur noch mit Verlusten."
Staat als ungeliebter Geldeintreiben
Besonders sauer stoßt es den Frächtern auf, dass die meisten Kosten vom Staat getrieben sind. Der Wiener Frächter Wolfgang Herzer: "Durch die Preissteigerungen werden die Konsumenten zur Kassa gebeten, wir kämpfen ums Überleben und der Staat verdient noch daran. Jetzt reicht es."
Sollte die Regierung nicht bald auf die Forderungen der Transporteure eingehen, könnten bald die nächsten Protestfahrten anstehen. (apa/red)
