Mittwoch, 25. Juni 2008

Industrie-Vorstoß für Telekom-Jobabbau: IV-Präsident unterbreitet neues Angebot

  • Warnt im Interview mit NEWS vor Strukturprobleme
  • Hundstorfer: 'Faires und sozial verträgliches Angebot'

Österreichs Industrie macht sich Sorgen um die börsennotierten Unternehmen Post und Telekom wegen tausender überzähliger Beamten "Telekom und Post müssen eine faire Chance für ihre Weiterentwicklung bekommen, sonst haben wir dort morgen schwere, strukturelle Probleme wie heute bei der AUA", warnt der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, in einem Interview mit dem aktuellen Nachrichtenmagazins NEWS. Um jetzt wieder Bewegung in die Causa zu bringen, unterbreitet Sorger den Arbeitnehmern und ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer ein "faires und sozial verträgliches Angebot", so der IV-Präsident.

Tatsache sei, so der IV-Präsident zu NEWS, dass bei der Telekom über 2.000 Beamte in der Festnetzsparte die Wettbewerbsfähigkeit einenge. Andererseits würden jedoch gerade gut ausgebildete Fachkräfte am Arbeitsmarkt dringend gesucht werden. Mit einem "fairen Angebot" will er nun Angebot und Nachfrage mittels Arbeitsagentur zusammenführen. Dafür könnten sogar die Schranken für ausländische Facharbeiter partiell geschlossen sowie die Ostöffnung für Arbeitskräfte verschoben werden, wie Sorger in NEWS erklärt.

Garantie für wechselwillige Beamte
Weiters umfasst Sorgers Angebot eine Garantie für alle wechselwilligen Beamten, bezüglich der Höhe des Gehaltes, eines Rückkehrrechtes sowie Aus- und Weiterbildung. "Das soll fair und für alle befriedigend sein", bekräftigt Sorger in NEWS. Und: "Ein ähnliches Modell könnte sich auch für die Post anbieten." Mit diesem Vorschlag liege der Ball nun bei den Arbeitnehmern und ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer. "Wir hoffen auf Bewegung in der Frage und sind flexibel", bekräftigt Sorger im NEWS-Gespräch.

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25.6.2008 13:33