Willkür und ungerechte Behandlung: Ruth Elsner verteidigt ihren angeklagten Mann
- Kanzler Gusenbauer gab "Startschuss für Hetzjagd"
- Elsner wollte BAWAG "in ruhiges Fahrwasser bringen"

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Von Elsner mit verbaler
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Ruth Elsner, Ehefrau des Hauptangeklagten im BAWAG-Prozess, sieht ihren Mann Helmut Elsner ungerecht behandelt. Einen Freispruch für den ehemaligen BAWAG-Generaldirektor könne sie angesichts der langen Prozessdauer und "der Dinge vor dem Prozess" fast ausschließen, sagte sie in der "ZiB2". "Es sind so viele Dinge passiert um meinen Mann, auch Rechtsbrüche, dass ich hier Willkür sehe."
Ihr Mann habe nur versucht, "ein Unternehmen, das in Schwierigkeiten geraten ist, in ruhiges Fahrwasser zu bringen", verteidigte sie die Verheimlichung der hohen Spekulationsverluste. Außerdem habe er verhindern wollen, dass Bank-Mitarbeiter gekündigt werden, Dass Elsner 1995 überhaupt die Sondergeschäfte mit Wolfgang Flöttl wieder aufgenommen hatte, verteidigte Ruth Elsner auch: Man habe Wolfgang Flöttl ihrem Mann ja "angedient", er habe schon unter seinem Vater Walter Flöttl, Elsners Vorgänger an der Bankspitze, erfolgreich Geschäfte mit der BAWAG gemacht. Auch sei ja die Garantie des ÖGB für die Verluste vom - damaligen - ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch gegeben worden, der noch immer dazu stehe, "daher ist das in Ordnung".
Am Ärger über die Vorgänge in der BAWAG sind für Ruth Elsner Medienberichte und Politiker verantwortlich. "Man möchte im Prozess alles, die ganze Schuld, auf ihn (Helmut Elsner, Anm.) schieben - so geht das nicht". Alfred Gusenbauer habe als SPÖ-Chef im März 2006 den "Startschuss für eine Hetzjagd" auf ihren Mann gegeben. Von allen Angeklagten sei nur ihr Ehemann in U-Haft, kritisierte sie.
(APA/red)
