Österreichs Beiträge an EU fast verdoppelt: Größte Nutznießer sind Griechenland & Polen
- Deutschland bleibt weiterhin "Zahlmeister" der EU
- Österreichs EU-Nettobeitrag 2007: 0,21 % des BNPs

Österreichs Nettobeitrag an die EU ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie aus dem von EU-Haushaltskommissarin Grybauskaite vorgelegten Bericht zum EU-Budget 2007 hervorgeht, betrug der Saldo von Beiträgen an Brüssel und Rückflüssen aus Österreich 563,7 Millionen Euro nach 301,5 Millionen im Jahr 2006.
Der österreichische EU-Nettobeitrag für 2007 entspricht einem Anteil von 0,21 Prozent des heimischen Bruttonationalprodukts, geht aus dem Bericht hervor. 2006 entsprach der Nettobeitrag noch 0,12 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung.
Größter Nutznießer aus der EU-Kassa war im vergangenen Jahr Griechenland mit einem Nettoplus von 5,4 Milliarden Euro. An zweiter Stelle der Empfängerländer steht Polen mit einem "Nettogewinn" von 5,1 Milliarden Euro.
Deutschland "Zahlmeister" der EU
Deutschland bleibt dagegen weiter mit einem Minus von netto 7,4 Milliarden Euro "Zahlmeister" in der Europäischen Union. Im Verhältnis zur nationalen Wirtschaftsleistung sind die Niederlande, Luxemburg und Deutschland am stärksten belastet.
Wegen der EU-Erweiterung war der EU-Haushalt 2007 um acht Milliarden Euro auf insgesamt 114 Milliarden Euro angestiegen. Der Hauptgrund für die Erhöhung war der Beitritt von Rumänien und Bulgarien.
Hauptempfänger
"Die bevölkerungsreichsten Länder waren zwar nach wie vor die Hauptempfänger, doch die EU-12-Staaten haben mehr Geld erhalten als 2006. Dank dieser Steigerung ist ihr Anteil an den Mitteln mittlerweile fast dreimal so hoch wie ihr Anteil am Bruttonationaleinkommen der EU", erklärte Grybauskaite.
(apa/red)

