Mega-Jobabbau bei Siemens vor der Tür? 17.200 Stellen weltweit demnach betroffen
- Radikal-Einschnitt in 160-jährigen Konzerngeschichte
- In Deutschland werden rund 6.400 Posten eingespart
·Kurz-Chronologie des
Schmiergeld-Skandals
Elektrokonzern in bisher schwerste Krise geraten
Das milliardenschwere Sparprogramm beim deutschen Technologiekonzern Siemens kostet nach Information der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) weltweit 17.200 Arbeitsplätze. In Deutschland seien rund 6.400 Stellen von den Sparplänen des Konzerns betroffen, berichtete das Blatt wie zuvor bereits die "Bild"-Zeitung. Die Pläne mit dem Vermerk "streng vertraulich" sähen einen der radikalsten Einschnitte in der 160-jährigen Konzerngeschichte vor. Die Details seien nach Beratungen verschiedener Gremien des Managements und der Arbeitnehmerseite durchgesickert, hieß es.
Betroffen von den Einschnitten seien Tausende Führungskräfte des oberen und mittleren Managements. Entsprechende Ankündigungen hatte Konzernchef Peter Löscher bereits in einem Zeitungsinterview gemacht. Allein in der Verwaltung fallen nach SZ-Informationen weltweit 12.500 Stellen weg - am Standort München seien es 800 Arbeitsplätze, in Berlin 300. Mit dem Abbau verlagere sich der Schwerpunkt des Traditionskonzerns weiter ins Ausland. Der starke Abbau in Deutschland beschleunige die "schleichende Abwanderung" weiter, warnte ein hochrangiges Betriebsrats-Mitglied laut Zeitung. Siemens hat weltweit 435.000 Beschäftigte, davon rund 130.000 in Deutschland.
(apa/red)

