Über 2000 Beamte zu viel: Veit Sorger über
den Abbau des Personals bei Post & Telekom
- Industriellen-Boss für ein sozial verträgliches Paket
- NEWS: Schranken für ausländische Kräfte schließen

·Industrie-Vorstoß
für Telekom-Jobabbau
NEWS: IV-Präsident mit neuem "fairen Angebot"
·FORMAT: Telekom Austria vor Spaltung
Festnetz und Mobilfunk sollen getrennt werden
Mit einem Paukenschlag bringt Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, Bewegung in die politisch verfahrene Situation rund um die überzähligen Beamten von Post und Telekom Austria. Ein außergewöhnlicher Vorschlag an ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und die Mitarbeiter, den NEWS exklusiv in Erfahrung bringen konnte, soll eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung bringen.
"Es braucht einen neuen Impuls, um aus dieser Pattsituation herauszukommen", meint Sorger zu NEWS. "Telekom und Post müssen eine faire Chance für ihre Weiterentwicklung bekommen, sonst haben wir dort morgen schwere strukturelle Probleme wie heute bei der AUA", warnt der IV-Präsident.
Angebot und Nachfrage
Tatsache sei, so der IV-Präsident, dass bei der Telekom über 2.000 Beamte in der Festnetzsparte die Wettbewerbsfähigkeit einengten. Andererseits würden jedoch gerade gut ausgebildete Fachkräfte am Arbeitsmarkt dringend gesucht werden. Mit einem "fairen Angebot" will er nun Angebot und Nachfrage mittels Arbeitsagentur zusammenführen. Dafür könnten sogar die Schranken für ausländische Facharbeiter partiell geschlossen werden. Sein konkretes Angebot an ÖGB und Arbeitnehmer, die bislang eine solche Lösung komplett ablehnen, in neun Punkten.
Überführung in Arbeitsagentur
Die Gewerkschaften begleiten den Prozess der Überführung der Mitarbeiter in die Arbeitsagentur und die notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen für die Belegschaft. Die Betroffenen erhalten eine Aus- bzw. Weiterbildungsgarantie.
Soziale Härten vermeiden
Eventuelle soziale Härten werden vermieden. Für die Mitarbeiter sollen schnellstmöglich neue Jobs gefunden werden, was angesichts des ausgetrockneten Arbeitsmarktes mehr als Erfolg versprechend ist. Die neuen Arbeitsplätze müssen für die Menschen sinnvoll und gewünscht sein.
Vorrang vor ausländischen Kräften
Im Gegenzug erhalten die ehemaligen Telekom-Mitarbeiter Vorrang vor ausländischen Fachkräften. Nämlich so lange, bis die Betroffenen, die auch in neuen Jobs arbeiten wollen, neue Arbeitsplätze vermittelt bekommen.
Die restlichen sechs der neun Punkte esen Sie im NEWS 26/08!

