Öster-arm? Kaufkraft im Sinken begriffen:
Jede zweite Geldbörse schmäler als 2007
- Alle Bevölkerungsgruppen von Teuerung betroffen
- Nur noch 58 Prozent sehen Zukunft positiv entgegen

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Jeder zweite Österreicher ist der Ansicht, dass er sich heute weniger leisten kann als 2007. Mehr können nur acht Prozent auslegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitut "Spectra". Die gestiegenen Preise spüren demnach alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen.
Spectra hat seit 2006 monatlich 1.000 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung über 15 Jahre ausgewählte Personen in persönlichen Interviews befragt. Die Meinungsforscher stellten dabei fest, dass die Menschen einen "rapiden Anstieg des Kaufkraftverlustes" innerhalb der vergangenen zwölf Monate empfanden. Im zweiten Quartal 2007 hatten nur 38 Prozent von Einbußen bei der Kaufkraft gesprochen. Im Vergleichszeitraum 2006 waren es 44 Prozent.
Das Gefühl, dass man mit dem aktuellen Einkommen weniger kaufen könne als in den Jahren zuvor, stehe in einem klaren Zusammenhang mit der Sparneigung, heißt es in der Studie. Die Leute würden vorsichtiger mit ihrem Geld umgehen. Das Fazit der Meinungsforscher: Der Konjunkturmotor "privater Konsum" werde auch in nächster Zeit nicht anspringen.
Blick in die Zukunft hat sich verschlechtert
Die Teuerung hat auch Auswirkungen auf die persönliche Zuversicht der Österreicher. Während im Vorjahr noch zwei Drittel der Bevölkerung der nahen Zukunft positiv entgegensahen, ist der Anteil jetzt auf 58 Prozent gesunken. Dennoch überwiegt nach wie vor klar die Zahl der Optimisten. Der Anteil jener, die sorgenvoll nach vorne blicken, liegt derzeit bei 30 Prozent - eine Zunahme um acht Prozentpunkte. (apa/red)

