Schotten dicht beim Thema Torsten Frings: Deutsche geben keine Informationen preis
- Unklar, ob verletzter Frings in DFB-Startelf steht
- Gute Stimmung vor Halbfinale gegen Türkei

Der gesamte 23-Mann-Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat am Montag am Training in Tenero teilgenommen. Auch der Bremer Torsten Frings, der an einem Rippenbruch laboriert, war mit dabei. Ob der 31-jährige defensive Mittelfeldspieler allerdings am Mittwoch (20.45 Uhr/live auf news.at) im EURO-Halbfinale in Basel gegen die Türkei zum Einsatz kommen wird, ist weiter ungewiss. Vor allem, da aus der Verletzung des Bremers ein großes Geheimnis gemacht wird.
Geht es um das Thema Frings, macht der DFB großteils dicht, was die Informationsweitergabe betrifft. Es ist damit weiterhin nicht bekannt, ob die Rippe des Routiniers nun nur an- oder wirklich gebrochen ist. "Aus medizinischer Sicht ist auch eine angebrochene Rippe als Rippenbruch zu deklarieren", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Dass die "Rippe der Nation" nur angebrochen ist, wollte dieser aber nicht bestätigen.
Frings trägt jedenfalls bei den Trainingseinheiten und auch im Spiel am Mittwoch, sollte er dabei sein, einen "Schutzverband", wie Stenger erklärte. Wie dieser genau aussieht und welche Funktion er hat, blieb allerdings wieder geheim. "Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", so Stenger. Die Geheimniskrämerei rund um den angeschlagenen Spieler ist dieser Tage aber typisch für das DFB-Team, denn auch die Trainings finden ja bekanntlich bis auf die ersten 15 Aufwärmminuten regelmäßig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Die Stimmung in der DFB-Elf scheint aber den Eindrücken zufolge gelöst und gut zu sein. Auch das Trainerteam wirkte beim Training zumindest vor den Medien gelassen und zu kleinen Spässchen aufgelegt. So lieferten sich etwa DFB-Teamchef Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff, der diesmal selbst im Trainingsoutfit am Platz aufgetaucht war, als Vorgeplänkel auf die Trainingseinheit ein kleines internes Fußball-Duell. Der Ex-Salzburg-Stürmer zeigte dabei, dass er trotz seiner 40 Jahre technisch immer noch beschlagen ist.
Die Vorbereitung des dreifachen Europameisters auf das Mittwoch-Spiel dürfte voraussichtlich wie auf das erfolgreiche Portugal-Spiel ablaufen. Die Tendenz geht dahin, dass die Deutschen am Dienstagnachmittag nach einem Training in Tenero nach Basel fliegen und im St. Jakobs Park kein Abschlusstraining mehr absolvieren.
(apa/red)
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