Ganz Großbritannien hofft auf Andy Murray:
21-Jähriger will ins Finale von Wimbledon
- Schotte steht bereits im Achtelfinale des Grand-Slams
- Im Viertelfinale könnte er auf Rafael Nadal treffen

·Endstation: Melzer scheitert in Runde drei
Österreicher unterliegt Clement in vier Sätzen
·Wimbledon-Favoriten
beinahe unbeschadet
Nadal, Federer, Villiams und Jankovic sind weiter
·Spannende Action
am "heiligen Rasen"
Grand-Slam-Turnier von Wimbledon in BILDERN
Der Schotte Andy Murray hat die hochgesteckten britischen Hoffnungen in der ersten Wimbledon-Woche erfüllt. Der als Nummer 12 gesetzte aus Dunblane zog durch einen Viersatz-Erfolg gegen Tommy Haas in das Achtelfinale ein, in dem er auf den Franzosen Richard Gasquet trifft. Damit tankte der Weltranglisten-Elfte auch für das ebenfalls in Wimbledon ausgetragene Davis-Cup-Duell mit Österreich im September ordentlich Selbstvertrauen.
Gleichgültig, ob TV, Radio oder Printmedien, die Frage lautet im Dunstkreis der "All England Championships" seit den Turniervorschauen immer gleich: "Kann Andy Murray dieses Jahr Wimbledon gewinnen?" Das Vereinigte Königreich wartet seit 1936 und Fred Perry auf einen Herren-Titel in Wimbledon. Murray gibt sich selbstbewusst: "Ich denke nicht daran, das Viertelfinale zu erreichen. Ich bin viel eher daran interessiert, ins Finale zu kommen."
Murray gab zwar gegen den einstigen Weltranglisten-Zweiten Tommy Haas seinen ersten Satz im Turnierverlauf ab, war aber insgesamt ungefährdet. Und der 21-Jährige gibt sich sehr zuversichtlich: "Ich glaube, dass ich hier jedes Match gewinnen kann - vor allem, wenn ich so konzentriert und ruhig bleibe." Murray besticht mit verbessertem Aufschlag und großem Ballgefühl.
Der nationalen Euphorie zum Trotz ist es dennoch fraglich, ob Murray jetzt schon eine reelle Chance hat, die wichtigste Trophäe im Tennis zu gewinnen. Erstens aufgrund der großen Konkurrenz in der zweiten Woche, zweitens aber auch wegen eigener Schwächen: Bisher ist er bei keinem Major-Turnier über das Achtelfinale hinausgekommen. Gewinnt Murray, könnte er im Viertelfinale auf den als Nummer zwei gesetzten Spanier Rafael Nadal treffen.
(apa/red)
