Endstation für Tamira Paszek in Runde eins:
Nach Drei-Satz-Niederlage gegen Schiavone
- Nach Unterbrechung am Vortag: 3:6,7:5,8:10
- Vorarlbergerin rutscht in der Weltrangliste ab

Tamira Paszek hat sich bereits in Runde eins des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon verabschiedet. Die 17-jährige Vorarlbergerin scheiterte in einem wahren Dreisatz-Krimi an der Italienerin Francesca Schiavone (Nummer 20) mit 3:6,7:5,8:10. Das Match war am Vortag beim Stand von 3:6,4:4 wegen Dunkelheit abgebrochen worden.
In der Partie auf hohem Niveau fehlten der 17-Jährigen im Entscheidungssatz bei 5:4,7:6 und 8:7 dreimal nur zwei Punkte zum Sieg.
Die Italienerin kämpfte aber bis zuletzt und servierte in den wichtigsten Phasen hervorragend. Den Matchball verwertete sie mit einem Aufschlag-Winner und sank dann auf den heiligen Rasen, so als ob sie gerade das Turnier gewonnen hätte. Paszek hatte im Vorjahr in Wimbledon das Achtelfinale erreicht, die Weltranglisten-64. wird daher im WTA-Ranking weiter an Boden verlieren.
"Ich weiß nicht, ob ich mich umbringen soll oder darüber freuen, dass ich nach sechs Monaten wieder eine neue Spielerin bin", analysierte Paszek ihre zweite extrem knappe Niederlage bei einem Grand-Slam-Turnier dieses Jahres, nachdem sie in Melbourne gegen Jelena Jankovic 10:12 im Entscheidungssatz verloren hatte.
Neue Hoffnung mit neuem altem Trainer
Unterm Strich überwiegt bei Paszek aber die Zuversicht, nachdem sie seit kurzem wieder mit Larri Passos zusammenarbeitet. Sie ist voll des Lobes über den einstigen Coach von Gustavo Kuerten: "Er ist der Mann, mit dem ich den Rest meines Lebens zusammenarbeiten möchte und hat mich nun in drei Wochen wieder sehr weit gebracht", sagte Paszek trotz zweier Auftaktpleiten in Passos zweiter Ära.
Paszek wird nun in Wimbledon noch Doppel (mit Jasmin Wöhr) und Mixed (Christopher Kas) spielen, dann einige Tage zu Hause verbringen, ehe sie zweieinhalb Wochen im Camp in Brasilien trainiert. Danach sind die Auftritte in Los Angeles und Montreal geplant und dann die Reise nach Peking. Falls mich denn mein Heimatland schickt", sagte Paszek mit einem Lächeln.
(apa/red)
