Wien sahnt bei Umweltförderung ganz groß ab: Rund 42 Millionen Euro in zwei Jahren
- Kommunen & Wasserverbände größte Begünstigte
- Fördermittel gingen auch an private Unternehmen

·EU fordert für jedes Produkt 'Öko-Hinweis'
Umweltverträglichkeit soll
gekennzeichnet werden
Die österreichischen Kommunen im allgemeinen bzw. die Gemeinde Wien im speziellen sind die größten Empfänger von Umweltförderungen. Das geht aus der Transparenzdatenbank hervor. Die Datenbank umfasst neben den Agrarförderungen auch die Umweltsubventionen sowie Fischerei-Zuschüsse.
Am fleißigsten hat 2006 und 2007 die Bundeshauptstadt Förderungen in Anspruch genommen - nämlich zusammen mehr als 42 Mio. Euro. 26 Mio. Euro bekam die Kommune an Zuschüssen für Wasser, Abwasser und Altlastensanierung, die Entsorgungsbetriebe Simmering erhielten für ihre Kläranlage zusätzlich noch einmal 7 Mio. Euro.
Die gemeindeeigene Wien Energie Gasnetz bekam unter dem Titel Altlastensanierung zusammengenommen noch einmal etwa 7 Mio. Euro. Dazu flossen noch etwa 2,5 Mio. Euro an Umweltförderungen in das Wiener Fernwärmenetz.
5 Mio. Euro für die Teerag
Ein Grenzfall ist die ist die zur Porr gehörende Teerag-Asdag, an der die Wiener Stadtwerke etwa die Hälfte halten. Die Teerag bekam in den beiden vergangenen Jahren etwa 5 Mio. Euro für die Altlastensanierung.
Zu den großen Subventionsempfängern zählen auch ausgewählte Kärntner Abwasserverbände. Der Abwasserverband Völkermarkt Jaunfeld kassierte in beiden Jahren zusammen erstaunliche 8,2 Mio. Euro. Der Abwasserverband Wörthersee West kam auf etwa 6,6 Mio. Euro.
Auch die Stadt Salzburg kassierte 2006 und 2007 direkt und indirekt mit mehr als 8 Mio. Euro, geht aus der Datenbank hervor. Bei den Großgemeinden teilen sich die Förderungen nicht selten auf mehrere Positionen auf.
Fördermittel an private Unternehmen
Fördermittel gingen aber auch an private Betriebe. So bekam die voestalpine für "Luft-, Abfall- und sonstige klimarelevante Maßnahmen" etwa 1,6 Mio. Euro, die OMV schlug bei der Altlastensanierung 2006 mit knapp 700.000 Euro zu.
(apa/red)
