"Rettet meine Stadt vom Müll": Sophia Loren über Zustände in Neapel entsetzt
- "Ich frage mich, wie dies alles geschehen konnte"
- Unrat türmt sich vor Geburtshaus der Schauspielerin

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Die Starschauspielerin Sophia Loren hat einen Appell an die Bürger Neapels zur Rettung der Vesuvstadt und ihres Geburtshauses vor den Müllbergen gerichtet, die sich seit Monaten auf den Straßen türmen. "Ich flehe Sie an, die Region Kampanien, Neapel, mein Geburtshaus und die Orte, die ich so sehr liebe, von dieser schrecklichen Müllkatastrophe zu retten", schrieb Loren in einem Appell in der römischen Tageszeitung "La Repubblica".
"Ich frage mich, wie dies alles geschehen konnte. Ich rufe alle Bürger zur Zusammenarbeit auf. Wir müssen dieses Problem bewältigen. Seit Monaten beobachte ich mit tiefster Sorge die Tragödie dieser Müllkrise. In meinem Heimatort Pozzuoli, auf den Straßen, in denen ich als Kind spielte, türmt sich der Unrat. Warum ist es zu dieser Situation gekommen?", fragte die in Genf lebende Diva.
"Ich habe in Neapel in schwierigen Nachkriegszeiten gelebt. Es waren harte Jahre, doch die Hoffnung war stark und lebendig. Ich frage mich, ob wir heute noch Recht auf Hoffnung haben. Ich bin vor dieser Katastrophe in Zeiten des Friedens erschüttert. Ich sehe im Fernsehen die Bilder dieser Müllkrise und kann die Tränen nicht zurückhalten. Diese Gefühle empfinden viele Neapolitaner, die im Ausland leben. Diese oft vom Pech verfolgte Gegend verdient ein besseres Schicksal", meinte die 73-jährige Starschauspielerin.
Die Tageszeitung "La Repubblica" veröffentlichte ein Bild von Lorens Geburtshaus im neapolitanischen Vorort Pozzuoli, in dem die Schauspielerin mit ihrer Mutter Romilda Villani und ihrer Schwester Maria groß geworden ist. Vor dem kleinen Haus türmen sich riesige Müllhaufen, die in der Hitze verrotten.
(apa/red)
