EU-Sanktionen laut Iran "illegal & absurd": Teheran beklagt Doppelmoral des Westens
- Land steht unter Atomwaffenprogramm-Verdacht
- Iranische Vermögen in EU momentan eingefroren

·Verhärtete Fronten
im Iran-Atomstreit?
EU-Länder beschließen verschärfte Sanktionen
·ElBaradei warnt vor Angriffen gegen Iran
Luftwaffenmanöver laut Israel "Generalprobe"
·Probeangriffe Israels
auf Irans Atomanlagen
Moskau warnt vor
Gewalt gegen Teheran
·Atomstreit mit der Islamischen Republik
KLICKEN: Alle Ereignisse
seit dem Jahre 2002
Der Iran hat die Verschärfung der EU-Sanktionen im Atomstreit als "illegal und absurd" bezeichnet. Teheran verurteile "diese Art von illegalen, widersprüchlichen Initiativen" aufs Schärfste, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Mohammad Ali Hosseini. Er sprach von einer "EU-Politik mit Zuckerbrot und Peitsche" und beklagte eine Doppelmoral des Westens.
Derartige Maßnahmen machten "europäische Möglichkeiten zunichte" und schafften "keine geeignete Atmosphäre für eine Klärung der Angelegenheit auf diplomatischem Weg", hieß es in der Erklärung des Ministeriums weiter. Die EU verdächtigt den Iran, insgeheim an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Teheran hat die Vorwürfe stets vehement zurückgewiesen.
Der EU-Ministerrat hatte zuvor entschieden, iranische Vermögen in der Europäischen Union einzufrieren. Vor allem der iranischen Großbank Melli, über die ein wesentlicher Teil der Geschäftsbeziehungen zwischen europäischen und iranischen Firmen läuft, wurde damit die weitere Arbeit an Standorten in Hamburg, London und Paris unmöglich gemacht. Nach den Worten von EU-Diplomaten handelt es sich um "ergänzende Maßnahmen" zu den Iran-Resolutionen des Weltsicherheitsrates. (apa/red)
