Interne Kritik an EU-Kurs der SPÖ-Spitze: Petritsch und Knoll greifen Parteiführung an
- Petritsch: "Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben"
- Knoll: "Man leiste der Politikverdrossenheit Vorschub"

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In der neu erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" attackieren prominente Sozialdemokraten den Kurswechsel der Parteiführung in der EU-Politik. Der OECD-Botschafter in Paris, Wolfgang Petritsch, ehemaliger SPÖ-Nationalratskandidat, zweifelt, "ob die 'Kronen Zeitung' der richtige Partner ist".
Petritsch: "Da treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus. Es ist langfristig nicht gut, sich in Geiselhaft einer Zeitung zu begeben." Es stimme ihn "sehr nachdenklich", dass die SPÖ "auf ein derartiges Jahrtausend-Projekt mit einer so opportunistischen Option" zugehe.
Die Nationalratsabgeordnete Gertraud Knoll wirft ihrer Partei gegenüber "profil" vor, "der Politikverdrossenheit Vorschub zu leisten". Knoll: "Wenn die SPÖ diesen Solistenakt so stehen lässt, ist sie nicht mehr bei Trost. Es gibt keinen Beschluss: weder für Faymann als Obmann, noch für den Schwenk der EU-Position."
Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen profil 26/2008.
