Trotz wachsendem Druck auf den Kanzler:
Alfred Gusenbauer will im Amt bleiben
- "Kein Egotrip, sondern die Entscheidung des Volkes"
- Neuwahlen werden von Gusenbauer abgelehnt

·Alfred Gusenbauer will nicht mehr feiern
Bundeskanzler sagt
SPÖ-Sommerfest ab
·Koalition steht noch vor vielen Baustellen
Von Integrationspaket bis
zur Pensionsautomatik
·Bundesregierung
mangle es an Inhalten
Bartenstein findet in der SPÖ seinen Sündenbock
·"SPÖ-Doppelspitze hat kein Ablaufdatum"
Für Gusenbauer keine befristete Konstruktion
Bundeskanzler Gusenbauer will trotz des parteiinternen Drucks im Amt bleiben. Er habe mit der SPÖ eine alles andere als einfache Nationalratswahl gewonnen und habe "das Mandat, diese Regierung zu führen". "Daher ist es nicht ein Egotrip, sondern es war die Entscheidung der österreichischen Bevölkerung, dass ich Bundeskanzler werde", sagte Gusenbauer.
Neuwahlen lehnt er ab: "Es ist die Legislaturperiode verlängert worden, auf fünf Jahre. Ich weiß nicht was das bringen soll, permanent über Neuwahlen zu reden", erklärte er in der "ZiB2".
Dem offenen Drängen mehrerer SPÖ-Spitzenpolitiker nach einem Rücktritt als Regierungschef will Gusenbauer nicht nachgeben. "Ich erwarte, dass es ab dem Parteitag im Oktober wieder klare Spielregeln gibt und eine einzige Person an der Spitze steht", sagt beispielsweise ÖGB-Präsident Hundstorfer im "Kurier". Gusenbauer dazu knapp: "Es gibt Leute, die auch auf neue Situationen alte Antworten geben." (apa/red)
