Alfred Gusenbauer will nicht mehr feiern: Bundeskanzler sagt SPÖ-Sommerfest ab
- Krise in Partei geht nicht spurlos an ihm vorüber
- Gusenbauer: "Es gibt keinen Grund zu feieren"

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Für Gusenbauer keine befristete Konstruktion
Die SPÖ-Krise treibt immer erstaunlichere Blüten. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat das traditionelle Sommerfest der Sozialdemokraten im Gartenhotel Altmannsdorf in Wien-Meidling abgesagt. Dabei waren die Einladungen für den für 2. Juli geplant gewesenen, populären Event, der früher als Kanzlerfest firmierte, längst ausgesandt, eine Charity-Aktion sollte Gelder für die Kinderfreunde bringen. Als Motto war vorgesehen "wege und begegnungen".
Dass es nun zu keinen Begegnungen kommt, begründete der Kanzler damit, dass es keinen Grund zum Feiern gebe und sich die SPÖ auf ihre Arbeit konzentrieren müsse. Die letzten Tage und Wochen seien nicht spurlos an ihm und der SPÖ vorbeigegangen, verwies der scheidende Parteichef auf die "öffentliche Diskussion um die eigene Person". Erstaunlich an dem Auftritt war neben dem Faktum der Absage an sich auch, dass sich der Kanzler zur Verkündung der Neuigkeiten sogar exklusiv für die Mittagsausgabe der "Zeit im Bild" zur Verfügung stellte.
(apa/red)
