Schwerer Unfall auf Südautobahn: Drei Tote bei Horror-Crash in der Nähe von Graz
- Ukrainischer Kleinlaster prallte gegen stehenden Lkw
- Sechs Menschen bei Auffahrunfall teils schwer verletzt

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Südautobahn (A2) nahe Graz sind drei Ukrainer getötet und sechs weitere Mitfahrende - darunter auch zwei Kinder - zum Teil schwer verletzt worden. Der Lenker des mit neun Insassen besetzten Kleinbusses war in Richtung Wien unterwegs, als er einen im Frühverkehr stehenden Sattelschlepper übersah. Er krachte links in das Heck des Lkw. Der Kleinbus wurde über die ganze Länge aufgerissen. Für den Lenker und zwei mitfahrende Frauen kam jede Hilfe zu spät.
Zu dem Unfall kam es zwischen den Abfahrten Feldkirchen-Flughafen und Graz-Ost. Im Frühverkehr hatte sich eine Kolonne gebildet, in der auch ein Sattelschlepper zu stehen kam. Der Lkw-Lenker schaltete zwar laut Polizeieinsatzleiter, Alfred Glatz, die Warnblinkanlage ein, doch diese dürfte der ukrainische Lenker zu spät gesehen haben. Anhand der Bremsspuren war zu erkennen, dass der Mann noch auszuweichen versucht haben dürfte. Trotzdem krachte er mit hoher Geschwindigkeit in das Heck des Sattelschleppers. Dabei wurde die gesamte rechte Fahrzeughälfte weggerissen.
Während eine Frau aus dem Kleinbus geschleudert wurde und dabei tödliche Verletzungen erlitt, wurden der Lenker und die vordere Beifahrerin im Fahrzeug eingeklemmt und ebenfalls getötet. Der Inhalt des Kleinbusses - Taschen, Lebensmittel, Kleidung und anderes Gepäck - blieb über die beiden Fahrstreifen und den Pannenstreifen verteilt liegen.
Zwei Kinder verletzt
Drei der weiteren Insassen erlitten bei dem Crash schwere Verletzungen. Drei weitere Ukrainer - darunter auch zwei Kinder - kamen mit leichten Blessuren davon. Alle sechs Verletzten wurden in das LKH Graz gebracht und dort vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Auch der Lenker des Sattelschleppers, der unverletzt blieb, wurde am Unfallort versorgt. Laut Glatz dürfte es sich bei den Ukrainern um Erntehelfer handeln, die Visa für Italien bei sich hatten.
Nach dem Unfall hatte sich auf der A2 ein rund vier Kilometer langer Stau zurück bis zum Verteilerkreis Webling gebildet und auch die Ausweichrouten durch das Stadtgebiet waren völlig überlastet. Erst nachdem die Exekutive den Pannenstreifen für die Fahrt freigegeben hatte, löste sich die Kolonne gegen 10.00 Uhr auf. Bis zum Ende der Aufräumarbeiten kam es aber immer wieder zu Behinderungen.
Vom Roten Kreuz waren 20 Sanitäter und zwei Notärzte an der Unfallstelle im Einsatz, ein Notarzt kam per Rettungshubschrauber. Bei der Anfahrt der Rettungskräfte gab es Probleme, weil Schwerfahrzeuge zum Teil im Weg standen.
(apa/red)
