Nach 12 Jahren letztes Maculan-Urteil: Zweitgrößte Pleite in Österreichs Geschichte
- Insgesamt 806 Millionen Euro Schulden angehäuft
- Gläubiger der Firma erhalten 21,6 Prozent retour
Der hunderte Millionen schwere Konkursfall Maculan ist nach knapp zwölf Jahren nun endgültig abgeschlossen. Das Handelsgericht Wien habe das Verfahren gegen die letzte große Maculan-Firma, das operative Bauunternehmen Hofman & Maculan beendet, teilte der Kreditschutzverband von 1870 mit.
Mit 806 Mio. Euro Schulden war die Maculan-Pleite nach dem Konsum der zweitgrößte Konkurs in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte.
Gläubigerquote von 21,6 Prozent
374 Mio. Euro der Verbindlichkeiten entfielen alleine auf Hofman & Maculan. Die Gläubiger erhalten jetzt 21,6 Prozent retour, erklärte KSV-Insolvenzexperte Christoph Vavrik. Insgesamt gingen mit der Maculan-Gruppe 1996 gleich 25 angeschlossene Unternehmen in die Insolvenz - allen voran nach Hofman & Maculan auch die Maculan Holding und Maculan International. Auch diese Verfahren seien mittlerweile abgeschlossen, so Vavrik.
Einige der Firmen haben den Ausgleich geschafft. Die Maculan Holding etwa ist noch heute aktiv und dabei in vereinzelten Liegenschaftsgeschäften tätig. Der einst zweitgrößte Baukonzern des Landes wird noch immer von Aktionären rund um Alexander Maculan dominiert. Teile des Konzerns wurden seinerzeit von der zu Raiffeisen gehörenden Era Bau übernommen, die ihrerseits wenig später in der Bauholding Strabag aufging. (apa/red)


