US-Politiker machen Front gegen InBev: Untergang eines amerikanischen Symbols
- Belgier bieten 46 Milliarden Dollar für Übernahme
- InBev versucht durch Lobbyarbeit zu intervenieren

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InBev will US-Konkurrent Anheuser-Busch kaufen
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In den USA machen sich Parlamentarier gegen die Übernahme des traditionsreichen Brauereikonzerns Anheuser-Busch Cos durch den belgischen Konkurrenten InBev stark. InBev bietet 46,3 Mrd. Dollar (29,9 Mrd. Euro) für das US-Unternehmen und bemüht sich um eine freundliche Übernahme.
Nach einem Treffen mit InBev-Chef Carlos Brito erklärte der republikanische Senator Christopher Bond: "Mein Wahlkreis Missouri sagte: 'Bud ist nicht für Sie da'". Bond befürchtet Arbeitsplatzverluste und den Niedergang eines amerikanischen Symbols. Ihn überzeugte offenbar nicht die Ankündigung von InBev-Chef Brito, er wolle St. Louis als Heimat von Budweiser, dem "König des Biers", erhalten. St. Louis habe schlechte Erfahrungen mit solchen Versprechen, die sich später als Verlust von Jobs herausstellten, sagte Bond dazu.
Auch Demokraten mobilisieren
Missouris demokratische Senatorin Claire McCaskill forderte das Anheuser-Direktorium in einem Brief auf, die Übernahme abzulehnen. Sie sollten daran denken, was der Konzern für Missouri und die USA bedeute.
Unterdessen hat InBev Beratungsfirmen engagiert, um bei US-Politikern für die Übernahme zu werben. Da InBev, der Hersteller von Becks's und Stella Artois, in den USA kaum vertreten ist, dürften die Kartellbehörden eine Übernahme kaum ablehnen. Der Kongress hat keine Macht, eine solche Übernahme zu verhindern. (apa/red)

