Montag, 16. Juni 2008

Inflationsrate auf absolutem Rekordhoch: Höchster Stand seit rund fünfzehn Jahren

  • Inflationsrate kletterte mittlerweile auf 3,7 Prozent
  • Nahrungsmittel binnen Jahresfrist um 7,2 % teurer

Die Inflationsrate ist in Österreich im vergangenen Monat wegen der starken Verteuerungen bei Sprit und Nahrungsmitteln nochmals in die Höhe gesprungen. Die Jahresrate stieg im Mai auf 3,7 Prozent, den höchsten Stand seit fünfzehn Jahren. Im April hatte die Teuerung im Jahresabstand noch 3,3 Prozent betragen. Zuletzt hatte die Inflation im Dezember mit 3,6 Prozent einen neuen Rekordwert erreicht.

Hauptpreistreiber waren im Mai die stark gestiegenen Preise für Energie (Treibstoffe und Heizöl), die laut Statistik Austria mehr als ein Drittel der Gesamtinflation verursachten. Am zweitstärksten wirkten sich die Preise für Nahrungsmittel aus, die weiter auf hohem Niveau verharrten und mehr als ein Fünftel der Teuerung verursachten.

Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 7,2 Prozent, Sprit insgesamt um 27 Prozent, darunter Diesel um 36 Prozent.

Ebenso stark wie der allgemeine VPI legte mit 3,7 Prozent auch der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) zu.

Der Anstieg bei dem für die Euro-Zone ermittelten Harmonisierten Preisindex (HVPI) in Österreich fiel im Mai mit 3,8 (3,4) Prozent im Jahresabstand etwas stärker als beim heimischen VPI aus. Im Monatsabstand legte der HVPI um 0,6 Prozent zu, der VPI um 0,7 Prozent und der PIPH um 0,6 Prozent.

(apa/red)

16.6.2008 11:06