Saenko nimmt sich Charisteas zum Vorbild:
"Über Griechenland haben auch alle gelacht"
- Einziger Legionär in Russlands Team will hoch hinaus
- "Mit Guus Hiddink ist das Glück auf unserer Seite"

·Russen-Power stürzt
den Europameister
1:0-Sieg wirft Rehhagels
Team aus dem Rennen
·Arschawin - Kleiner EM-Joker Russlands
"Sbornaja"-Mittelfeldstar brennt auf ersten Einsatz
Mit dem 1:0-Erfolg gegen Titelverteidiger Griechenland hat Russland bei der EURO 2008 den ersten Schritt Richtung Viertelfinale gemacht, der zweite soll in Innsbruck mit einem Sieg über Schweden folgen. "Jetzt wartet das nächste Finale auf uns", betonte Stürmer Iwan Saenko im Interview.
"Die Ausgangslage ist dieselbe wie gegen Griechenland. Unsere Chancen stehen 50:50. Wir müssen gewinnen, um weiterzukommen. Und wenn wir dasselbe Spiel wie gegen Griechenland abliefern, haben wir eine gute Chance, um Schweden zu schlagen", erklärte der einzige Legionär im 23-köpfigen EM-Kader der "Sbornaja".
Für Saenko ist das Duell mit den Schweden in doppelter Hinsicht ein Schlüsselspiel. "Wenn wir auch dieses Match gewinnen und dann in einen Lauf kommen, ist es egal, gegen wen wir spielen. Dann wird es sehr schwer, uns zu schlagen", glaubt der Nürnberg-Spieler, der sich und seinen Teamkollegen sogar den Titel zutraut. Mit einem Verweis auf Angelos Charisteas.
"Charisteas ist das beste Beispiel, mein Teamkollege beim 1. FC Nürnberg. Wenn jemand vor vier Jahren gesagt hat, dass Griechenland Europameister wird, dann haben wir alle gelacht. Deshalb darf man auch hier niemanden unterschätzen. Jeder kann die EM gewinnen, und der es dann am Ende schafft, hat es auch verdient."
Hiddink gibt Vertrauen
Genährt wird dieses Selbstvertrauen der russischen Kicker vor allem durch Teamchef Guus Hiddink, wie Saenko verriet: "Er ist wichtig für uns, denn er hat schon alles in seinem Leben erlebt. Er gibt uns dieses Vertrauen, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können. Er ist ein super Trainer!"
Kapitän Sergej Semak brachte aber noch einen anderen "Hiddink-Faktor" ins Spiel. "Er ist sehr zuversichtlich, hat totales Vertrauen in seine Fähigkeiten und auch das Glück war bisher immer auf seiner Seite, seitdem er Russlands Teamchef ist", lautete seine Antwort, als er nach den Stärken des 61-jährigen Niederländers gefragt wurde. Nachsatz: "Und Glück hat aber immer nur der Tüchtige."
Hiddink selbst versprühte vor dem Endspiel um Platz zwei in der Gruppe D mit Schweden ebenfalls enorm viel Zuversicht. "Ob wir dasselbe wie Griechenland vor vier Jahren erreichen können? Ja, warum nicht", gab der Erfolgscoach zu Protokoll. Man darf gespannt sein, ob diese Frage nach dem Match gegen die Schweden noch immer aktuell ist.
(apa/red)
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